FPÖ vs. Österreich: Die Klage auf Schadenersatz im Wortlaut


GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com

Die FPÖ klagt die Republik Österreich wegen der Wiederholung der Präsidentschaftswahl 2016 auf 3,4 Millionen Euro Schadenersatz. Die Tagespresse bekam Einblick in die vollständige Klage, da sich das Kuvert am Weg zum Gericht von selbst öffnete. Das Schreiben im ungekürzten Wortlaut.


Klagende Partei:
Freiheitliche Partei der “Österreich GmbH”
z. Hd.: Army Shop Adlerkreuz
Staudtgasse 27
1120 Wien

Beklagte Partei:
Republik Österreich
Ballhausplatz 2
1010 Wien

Wien, Bude Burschenschaft Olympia, 03:56 Uhr, 7. Dezember 2018

Betreff: Forderung der Rückerstattung der Wahlkampfkosten mit dem polizeilichen Aktenzeichen K37/§54.Absatz.3/SIE/WERDEN/SICH/NOCH/WUNDERN/WAS/ALLES/MÖGLICH/IST

 

Sehr geehrter Herr Republik Österreich,

auf Grund der im Jahr 2016 angefallenen zusätzlichen Wahlkampfkosten, entstanden durch die Wiederholung der Bundespräsidentenwahl, fordert die Freiheitliche Partei hiermit die gesamten Kosten in Höhe von SCHILLINGEN 46.479.029,- von Ihnen zurück.

Frist:

Die Republik Österreich hat den Gesamtbetrag wertangepasst an die aktuelle Währung (EUR 3.400.000,-) bis spätestens Ende des Jahres an den Kläger zu überweisen, da die genannte Summe bereits vollständig eingeplant ist für die Anfechtung der Bundespräsidentenwahl 2022.

Vertretung:

Die FPÖ wird vor Gericht vertreten durch –
Anwaltskanzlei Ainedter & Hurensöhne
Rechtsanwalt Dr. Ignaz Ingolf von Blutschande, Dr. B. Eidlpracker
Quantenforensiker Univ. Prof. Prälat DDr. Christian Höbart, MBA

Begründung:

Wir haben die Wahl 2016 angefochten, weil sich FPÖ-Wahlbeisitzer in mehreren Bundesländern bei der Auszählung der Stimmen 2016 verzählt haben. Wenn unsere eigenen Leute nicht die Fähigkeit besitzen, bis zehn zählen können, ist dies ganz eindeutig auf ein Versagen des österreichischen Bildungssystems zurückzuführen. Somit trägt die Republik Schuld daran, dass es überhaupt zu einer Anfechtung kam.

Darüber hinaus entsprach die Wahl nicht dem Willen des Volkes, da der FPÖ-Kandidat Norbert Hofer bekanntlich verloren hat.

Weiters verlangt die FPÖ Schadenersatz für den Lungenkrebsbefund von „Dr.“ Alexander Van der Bellen. Die Kosten, die der FPÖ durch den „negativen“ Fantasie-Befund entstanden sind, sind kaum zu kalkulieren. In einem Labor der FPÖ-Akademie konnte von einer sachverständigen Medizinerin (die renommierte Wahrsagerin Dr. Stahlhelmine Kinderschreck, geb. 1918, aus Wels) der Befund widerlegt werden.

Außerdem wird Schadenersatz von Herrn Gott verlangt, da besagter Beklagte trotz des Aufrufs „So wahr mir Gott helfe“ seine vertraglich vereinbarten Unterstützungsleistungen nicht erbrachte.

Die FPÖ behält sich weitere rechtliche Schritte gegen die Republik Österreich vor wegen entgangenen Gewinns im Zuge des Zweiten Weltkriegs.

Bankverbindung

Freiheitliche Partei der „Österreich Gmbh“
Bank: International Freeman Bank of Panama and Donauinsel
Kontonummer: 7

Mit freundlichen Grüßen,

Heinz-Christian Strache
Parteichef

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Inschenör Norbert Gerwald Hofer.. soviel Zeit und Platz muss schon sein.

Leider haben sich da einige Fehler, Stichwort Zahlensturz, eingeschlichen: Kontonummer lautet 88, Zahlungsziel am 20.4.. Kostenersatz für diese stichhaltige Begründung: Drei Bier.??

Leider nicht meine eigenen Worte.
Aldous Huxley ( brit. Schriftsteller ( 1894-+1963)) hat das schon viel früher erkannt und zu deuten gewusst.
„Die perfekte Diktatur wird den Anschein einer Demokratie haben, einem Gefängnis ohne Mauern, in dem die Gefangenen nicht einmal davon träumen auszubrechen. Es ist ein System der Sklaverei, bei dem die Sklaven dank Konsum und Unterhaltung ihre Liebe zur Sklaverei entwickeln.“
Ave Cesar, da stehen wir nun mehr als 2000 Jahre später. Null dazu gelernt und die Geldverbrecher regieren immer noch.

Am besten würde es sein,
ein Bürgerkomitee würde
denen 50 von den kürzlich
von 45 auf 70 Mio. € Partei-
förderung (gesamt, nicht die vertraglich
vereinbarten Bundeszuschüsse!) erhöhten
Entnahmen österreichischen Bürgergeldes
abnehmen und sozial einsetzen.

würde eh noch doppelt zu viel sein für den blauen Abschaum. Schlimmer ist noch dieser von 70 auf 90 Mio. gestiegene ÖVP-Kapitalismus und die um über 18 % entnommenen, höheren Löhne für die Parlamentarier vor einigen Monaten, die vor wenigen Tagen von der Klozeitung Krone so beworben wurden, dass die Parteimitglieder heuer Lohnverzicht betreiben und dies die letzten 10 Jahre 6 mal getan hätten. Toll, was?! Ich verzichtete heuer gern auf eine (für Normalbürger seltene) Lohnsteigerung von 3 %, wenn ich mir im Vorjahr 18 % plus selbst zugeteilt hätte. = Steigerung um 15 %, hehe. Dann wieder 18 +… Mehr »

kennt ma am liabstn mit’n Hondfeistl in die Fressn dreschn.
Oba die Hosnscheißa vasteckn sich jo hintan Aktnkoffa.

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