Ex-Integrationsminister warnt vor Bürgerkrieg in Wien wegen gescheiterter Integration

APA-Images / dpa / Michael Baumgartner

Nach Ausschreitungen in Frankreich warnt Ex-Integrationsminister Sebastian Kurz vor bürgerkriegsähnlichen Zuständen in Wien. Die Krawalle seien laut Kurz die „Konsequenz von fast zwei Jahrzehnten gescheiterter Einwanderungspolitik“. Nun fordert er die sofortige Ausforschung jenes inkompetenten Politikers, der während dieser Zeit jahrelang als Integrationsstaatssekretär und Integrationsminister völlig versagt hat.

WIEN – Die Bilder aus Frankreich gehen an Ex-Kanzler und Hobby-Geopolitiker Sebastian Kurz nicht spurlos vorüber. „Plünderungen, marodierende Banden, das absolute Chaos. Erinnert mich an unsere türkisblaue Koalition, als wir damals das BVT gestürmt haben“, seufzt er nostalgisch. 

„Aber wenn wir jetzt nichts ändern, dann brennen bald auch in Wien die Autos, in Linz, in Bregenz, ja in jeder einzelnen Kleinstadt, in jedem Dorf, wo ein Kind mit Kopftuch in die Schule geht, muss man sich fragen, ob wir da nicht Terroristen auf Staatskosten großziehen“, warnt Kurz. 

Verpasste Chancen

Die Situation sei in den letzten Jahren eskaliert. „Man fragt sich unweigerlich: Welcher ahnungslose Dilettant war in den Jahren 2011 bis 2017 bei uns für Integration zuständig? Und welche Partei verantwortet eigentlich seit Jahrzehnten das Innenministerium?“

Immerhin: Noch brennen in Frankreich hauptsächlich nur die Schulen und die Universitäten. „Die sind nicht systemrelevant, auch ich habe es ohne Berufsausbildung bis zum Kanzler geschafft“, so Kurz. Ernst werde es erst, sobald die kritische Infrastruktur angegriffen wird und die PR-Agenturen und Glücksspielkonzerne brennen.

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Vorerst empfehle er Sicherheitsmaßnahmen: „Mindestens ein Babyelefant Abstand halten von allen Ausländern.“

Kein Comeback 

Ein politisches Comeback schließt Kurz weiterhin dezidiert aus: „Ich verdiene aktuell in der Privatwirtschaft in einem Monat so viel, wie Thomas Schmid in seiner ganzen politischen Laufzeit veruntreut hat. Mein Terminkalender ist voll, alle Diktatoren wollen meine Spyware. Täglich zwei Stunden im Nationalrat Candy Crush zocken ist da aktuell einfach nicht drin.“

Dennoch bleibe er ein politischer Mensch. „Erst, wenn mich das Volk auf Knien rutschend anfleht, weinend Plakate von mir hochhält, wenn mir die Hanni schreibt und wenn Kanzler Stocker kurz darauf mysteriöserweise in St. Pölten auf seiner Vespa durch einen offenen Kanaldeckel fällt, dann stehe ich aus reinem Pflichtbewusstsein natürlich bereit.“ 

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