„Europa nicht den Europäern überlassen“: Vilimsky im Tagespresse-Interview


Photo Simonis/Parlament, Montage

Kurz vor der EU-Wahl trifft Die Tagespresse alle Spitzenkandidaten zum Gespräch. Den Anfang macht FPÖ-Kandidat Harald Vilimsky.


Die Tagespresse: Guten Tag! Sie haben diesen Ort für das Interview vorgeschlagen. Warum treffen wir uns hier in diesem abgedunkelten Escape Room in Wien-Floridsdorf? Diese verriegelten Türen, die Schmerzensschreie aus den Lautsprechern, das Fake-Blut an der Wand, überhaupt dieses ganze The-Saw-Theme, das ist schon irgendwie ungewöhnlich für ein Politikerinterview.

Vilimsky: Ähm, ich verstehe nicht ganz. Escape Room? Das hier ist mein Wohnzimmer.

Nun denn. Kommen wir zur Politik: Plagiatsvorwürfe gegen Sie machten letzte Woche die Runde. Stimmt es, dass Sie nur eine billige Kopie von Strache sind?

Es stimmt, wir beide denken sehr ähnlich, nämlich gar nicht. Wir haben parteiintern das Denken seit 2005 komplett an Herbert Kickl ausgelagert. Sogar meinen Badezimmerteppich hat der Herbert ausgesucht.

Und das finden Sie gut?

Das müssen Sie Herbert Kickl fragen. Wir haben eine strenge Aufgabentrennung. Ich bin Partei-Pitbull und stelle außerdem mein Fettgewebe für Taser-Versuche zur Verfügung.

Sie haben mit EU-Steuergeldern eine Studie finanziert, die sich fast wortgleich auf Wikipedia wiederfindet. Durchgeführt wurde die Studie von K3, einem Institut, das dem FPÖ-Abgeordneten Wendelin Mölzer gehört.

Ein unfassbarer Skandal! Wikipedia hat einfach unsere ganze, gedankenschwere Studie von uns abgeschrieben.

Die FPÖ will in Brüssel Teil einer rechten Allianz sein, wie soll das funktionieren?

Wir dürfen Europa nicht den Europäern überlassen. Wir von der FPÖ fordern ein Europa der Nationalstaaten. Egal ob Frankreich, Italien, Südtirol, Flandern, Katalonien oder die Zwettler Freeman Society of NoMansSociety. Jede Nation hat das Recht auf ihre Existenz. Jeder Europäer hat das Recht auf seine eigene Nation.

Wie sehen Sie persönlich da Ihre Rolle?

Ich habe in Brüssel hauptsächlich zwei Aufgaben. Ich möchte Brücken bauen zwischen Brückensprengern. Und ich schau, dass der Champagner immer schön kaltgestellt ist.

In ihrer Partei jagt ein rechtsextremer Einzelfall den nächsten, Inhalte der Identitären werden übernommen, das Rattengedicht aus Braunau hat für Auf-

Nächstes Thema.

Entschuldigen Sie, abe-

(Vilimsky fletscht die Zähne) Nächstes Thema.

Herr Vilim-

(Vilimsky steht auf und beißt dem Tagespresse-Reporter ein Stück vom Ohr ab wie Mike Tyson 1997)

Ahhhhh!

(Vilimsky beginnt sich selbst zu schlagen und fällt vom Sessel) Aua, aua, aua, ich bin das Opfer hier, Hilfe!

Der Tagespresse-Reporter will flüchten, kann das „Wohnzimmer“ aber nicht verlassen. Nach unzähligen Fehlversuchen geht die Bunkertür schließlich durch den Geheimcode „heilheil“ auf. Eine Stunde nach dem Gespräch zeigt Vilimsky die Tagespresse wegen schwerer Körperverletzung an.

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22 Kommentare
  • Zu einem Irren geht man auch nicht ohne Eigensicherung!
    Sollte mich ein Irrer wegen des beleidigenden Vergleichs mit V . verklagen, nur zu!

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