Der dramatische Lira-Verfall geht weiter. Jetzt greift Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan zu drastischen Gegenmaßnahmen. Er fordert alle türkischen Staatsbürger auf, ab sofort fünfmal täglich in Richtung Wall Street zu beten. Kann das die Finanzmärkte besänftigen und den Währungscrash stoppen?
ANKARA – „Sie haben ihre Dollar, wir haben unseren Allah!“, verkündete Erdogan letzte Woche noch selbstbewusst. Doch die Gebete zeigten keine Wirkung: Mittlerweile gab auch Allah bekannt, dass er alle seine Lira-Ersparnisse in Zürich gegen US-Dollar umgetauscht hat. Die türkische Regierung ändert daher ihren Kurs und setzt alle Hoffnungen in Gebete direkt an die Finanzmärkte.


