Bürgerservice: 2000 Euro für Hypo-Rettung werden vom nächsten Gehaltszettel abgezogen


2000 Euro kostet das Hypo-Desaster jeden einzelnen Österreicher. Um die Einhebung des Betrags so einfach wie möglich zu gestalten, kündigte die Regierung heute an, die Summe automatisch von den nächsten Gehaltszetteln aller Bürger abzuziehen.

„Keiner zahlt gerne eine solche Summe ­– das ist uns durchaus bewusst“, gestand Finanzminister Michael Spindelegger ein. „Deshalb wird der Vorgang auch so bequem wie möglich ablaufen.“

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Er relativierte auch die Dramatik der Situation: „Die genannten 13 bis 19 Milliarden Euro verschenken wir ja nicht einfach an die Hypo. Meine Berater haben mir das ein bisschen erklärt. Das sind nur Kredite.“

Mit etwas Glück wird ein Teil dieser Kredite sogar wieder zurückbezahlt: „Dann könnten wir die 2000 Euro auch wieder rückerstatten. Zum Beispiel in Form von Zahnspangen, oder Grippemasken.“

Auch eine Insolvenz der Hypo wäre kurz diskutiert worden: „Aber der Erwin (Pröll, Anm.) hat gesagt, daran darf ich nicht mal denken. Er hat auch gesagt, das werde ich erst verstehen, wenn ich einen Versorgungsposten bei der Raiffeisen habe. Als Berater für irgendwas.“

„Außerdem meinten meine Berater, irgendwer muss bei einer Insolvenz verhaftet werden. Oder haften. So etwas in die Richtung.“ Deshalb sei diese Option schnell vom Tisch gewesen.

Für die Einhebung dieser sogenannten Jörg-Haider-Gedenksteuer müssten die Bürger nur zwei Schritte befolgen: „Schritt eins: schauen Sie auf dem nächsten Gehaltszettel, ob die Steuer abgezogen wurde. Wenn nein, folgt Schritt zwei: melden Sie sich beim Finanzamt Ihres Vertrauens und erstatten Sie Selbstanzeige.“

(Foto: Fotolia)


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Stefan P.

Das nenne ich mal einen bürgernahem Service! Danke!!!

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Das ist doch totaler Quatsch
April april

Michael Tanzer

Da es sich trotz des lächerlichen Betrages (lediglich rund EUR 2.000,00) um eine erhebliche Mehrbelastung für unsere Amtsträger handelt, diese doch als dienstbezogene Abgaben rückerstatten zu lassen.

Für das Fußvolk, Verzeihung, die erwerbstätige Allgemeinheit könnte man dies ja einfach zeitlich auf das (ohnehin überflüssige und ungerechtfertigte) 13. Monatsentgelt abstimmen.
Dahingehend würde sich die Bevölkerung auch schonend an international übliche 12 Monatsgehälter einstellen, obwohl der Zeitrahmen für diese Anpassung wohl noch einige Amtsperioden entscheidungsunwilliger Politiker in Anspruch nehmen könnte.

Vorgezogene Nationalratswahlen könnten diesen Vorgang allerdings beschleunigen.

Loisl

bei den kärtner fällt leider der kopf weg – d.h. pro nase wären das dann 57.200.-

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