„Bitte alte Handys da rein“: WKStA präsentiert eigene ÖVP-Wundertüte


Wundertüte mit Aufschrift "WKSTA"

In der ÖVP-Zentrale liegen tausende alte und nicht mehr gebrauchte Handys in irgendwelchen Schubladen und doppelten Böden herum. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft will jetzt bedürftigen Menschen helfen und sammelt die Geräte mit einer eigenen Wundertüte. Die Aktion zeigt: Auch in der Justiz sitzen Menschen mit ganz viel Herz.

WIEN – 8:36 Uhr. Finanzminister Gernot Blümel isst am Balance Board stehend ein Keto Granola und blättert durch seine Post, sortiert Mahnungen aus und wirft sie weg. „Ah, die Wundertüte, endlich!“ Er greift in die Hosentasche, zieht sein Handy heraus, steckt es in die Hülle und klebt sie zu. Die Falle ist zugeschnappt.

„Supi, das trifft sich ja gut, dann muss ich heute nicht zum Schredder gehen“, lächelt Altkanzler Sebastian Kurz und wirft sein Handy in die Tüte. Er föhnt sich lächelnd die Haare und schlüpft in ein türkises Glitzersakko. Kurz befindet sich gerade mitten auf seiner Comeback-Bundesländertour „Untadeliger than ever“. Da ihn in Österreich aber keiner empfangen wollte, hat er sie kurzerhand nach Irland verlegt.

Thomas Schmidt nickt zufrieden: „Unsere Chats kommen nach Afrika? Hm, gut, ja, Afrika, oder Africa, wie man als Mann von Welt sagt. Der gelobte Kontinent, ein Emerging Market, dort sind wir sicher, dort stehen auf Putschversuche nur drei Tage schwerer Kerker, danach bist du wieder an der Macht, ich liebe das. Und im Notfall kannst du einfach ins Exil im Kleinwalsertal gehen. Leider gibt’s dort in Afrika weniger Korruption und mehr unabhängige Medien als in Österreich, aber das kann ja noch werden.“

WKStA zufrieden

„Wir sind überrascht, wie einfach das geht“, lacht Staatsanwalt Claudio K., der anonym bleiben will, bis sein Wohnort von einem ÖVP-finanzierten Beschäftigungsprojekt für gescheiterte Journalisten veröffentlicht wird.

„Wir haben einfach nur drauf geschrieben, dass die Handys für immer spurlos in Afrika verschwinden und alle Spenden der bedürftigen, türkisen Familie in Österreich zugutekommen, et voilà“. Er zeigt auf seinen Schreibtisch, auf dem sich dutzende iPhones mit türkisen Hüllen stapeln. Eines vibriert, eine neue WhatsApp-Nachricht, „Shorty <3“ steht am Display. Der Staatsanwalt setzt sich schon einmal die Lesebrille auf.

Dann leert K. die nächste Wundertüte auf seinem Tisch aus, leckt sich genüsslich über die Lippen und sortiert die Handys nach Benutzern. „Diese iPhones gehören dem Kurz und dem Frischmann. Das blinkende Plastik-Handy von Fisher-Price mit nur einer großen Pippi-Langstrumpf-Taste ist das vom Blümel.“ Der Staatsanwalt drückt auf die Pippi-Taste: „Zweimal drei macht vier, widewidewitt und drei macht neune“, singt eine Mädchenstimme. Der Beamte notiert: „Das war wohl das Handy, mit dem Blümel das Budget erstellt hat.“

Schock in Afrika

Sind nach zwei bis drei Monaten erstmal alle Dickpics gelöscht, kommen die Geräte nach Afrika. Doch wie so oft zeigt sich auch bei dieser Charity-Aktion: Gut gemeint ist nicht dasselbe wie gut.

„Ich hab ganz merkwürdige Chats auf meinem Handy gefunden“, erzählt Adanna (22) aus Lagos, Nigeria, sichtlich verstört. „‚Wer zahlt schafft an, ich liebe das‘, ‚Kriegst eh alles was du willst‘, ‚Er war zunächst rot, dann blass, dann zittrig‘. Sind die in Europa wirklich so machtgeil? Ich verliere den Glauben an die Menschheit. Und was genau sind alte Deppen?“

Die ÖVP-Handys könnten die gesamte Sahelzone destabilisieren, erzählt UN-Gesandter Chris Eibl: „Stellen Sie sich vor, ein Militärgeneral in Sierra Leone hätte plötzlich so etwas Mächtiges in der Hand wie ein Beinschab-Österreich Tool! Mithilfe des käuflichen Boulevardmediums sierraleonoe24 könnte er sich innerhalb von Wochen an die Macht putschen. Wenn wir nicht rasch handeln, drohen hier österreichische Verhältnisse.“

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😂😂😂

Hallo, ist die WKASTA – Wundertüten – Hotline ? Ich wollte mal nachfragen ob Ihr eine ähnliche Aktion auch für Festplatten habt ? Jo Jo ? Damits ma des Sackerl zuschickts muss ich da die echte Adresse angeben oder gehts auch an Max Mustermann ???

„Arno M.“ tut’s auch.

So nahe an der Realität! Ganz schmaler grad! 😂👍

,Sind nach zwei bis drei Monaten erstmal alle Dickpics gelöscht, kommen die Geräte nach Afrika‘
Frage an das werte Publikum im Forum: Sollten diese Fotos nicht auf den Handys bleiben, damit die AfrikanerInnen sehen „So sind wir eben!“?

So EBEN UND GLATT sind Wir

Nein, sondern um einer Anklage – Totschlag durch Todlachen- zu entgehen!

Ist auf jeden Fall ein schlagendes Argument!

Ich würde eher sagen: ein Knüppel/Dick’es Argument.

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