Billigere Trips: Ryanair stellt von Flugzeugen auf LSD um


Ein Mann und eine Frau lachen in die Kamera mit einer LSD Pappe auf der Zunge
wikimedia / Marvin Mutz / depositphotos.com (M)

Hohe Kerosinkosten und eklatanter Personalmangel machen den Airlines diesen Sommer zu schaffen. Um weiterhin schlechte Trips um 19,90 Euro anbieten zu können, setzt der irische Billigflieger diesen Sommer auf LSD. 

LINZ – Harald W. checkt auf der Ryanair-Website ein. „Nein, ich brauch keinen Mietwagen, kein Hotel, keine Reiseversicherung, keine Prostata-Untersuchung und auch keine In-Flight-Lobotomie, danke“, seufzt er. Nach zwei Stunden ist der Check-in geschafft, der LSD-Löschblattbogen kann eingeworfen werden.

Nun sitzt der Linzer in seiner Küche und wartet gespannt auf das Einsetzen der Wirkung. Es ist sein erster Trip mit dem neuen High-as-a-Kite-Programm des irischen Billigfliegers. Damit soll die unverwechselbare Ryanair-Erfahrung einfach und günstig von zu Hause aus erlebbar werden.

Reise ins Ungewisse

Haralds Pupillen weiten sich, dann schmelzen die Wände seiner Wohnung und er findet sich in einer kilometerlangen Schlange vor dem Ryanair-Gate am Flughafen Wien wieder. „Wahnsinn, das fühlt sich so echt an“, staunt er. 

Er ist im umgeben von mehreren aggressiven Mitfünfzigern, die sich durch die Warteschlange prügeln, weil sie Priority dazugebucht haben, um nicht vor dem Gate sondern im Flieger warten zu dürfen. Ihre wütenden Ausrufe verschwimmen mit dem Geschrei von Babys. 

Im nächsten Moment verwandelt sich die Warteschlange in eine gigantische Anakonda. Sie schlängelt sich um Haralds Reisetasche, um die Gepäckmaße zu überprüfen. „Zzzzzzu groß“, zischelt sie. „Aufzzzzahlen“. 

Neuer Reisetrend

„Urlaub im eigenen Gehirn ist der neue Reisetrend in diesem Sommer“, erklärt Ryanair-Chef Michael O’Leary, der zum Lokalaugenschein in Haralds Wohnung geladen hat. Der junge Mann sitzt stocksteif auf seinem Küchenstuhl und starrt mit leeren Augen ins Nichts. 

Haralds drogenvernebelter Geist erreicht jetzt Reiseflughöhe. Lebendig gewordene Nackenhörnchen aus dem Inflight-Magazin krabbeln seine Hosenbeine hoch und wollen ihm minderwertiges Duty Free Parfum und alte Thunfisch-Sandwiches andrehen. Vor ihm sitzt ein Amerikaner, der die Rückenlehne maximal weit nach hinten stellt und dabei Haralds Kniescheiben zertrümmert. Er schwitzt stark, bittet um ein gratis Wasser, die Flugbegleiter lachen und rollen mit den Augen.

Landung

Ganz entspannt nimmt Harald wahr, wie der Erdboden rasend schnell näher kommt. Der Aufschlag auf der Landebahn erfolgt in gewohnt wirbelsäulenerschütternder Ryanair-Qualität. Applaus brandet auf, als der Flieger brennend über den Asphalt schlittert. Eine Flasche Dior – Sauvage, die der Geschäftsmann neben ihm gekauft hat, landet in Haralds Gesicht und verätzt seine Augen.

Der Trip geht zu Ende, die Wirkung der Drogen lässt langsam nach. Harald schlägt die geröteten Augen auf und findet sich im Nirgendwo 80 Kilometer von seinem eigentlichen Reiseziel wieder. „Wie bei einem echten Flug!“, lacht er. Würde er das Erlebnis weiterempfehlen? „Auf jeden Fall“, zeigt er sich begeistert. „Das was der mit Abstand entspannteste Ryanair-Flug, den ich bisher hatte.“

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Genial. Muß man eigentlich einen Aufpreis an Ryanair zahlen, wenn man dann bei sich zu Hause die Toilette aufsucht oder sich ein Cola aus dem eigenen Kühlschrank holt?

Haben Sie für den Kühlschrank Frachtgebühr BEZAHLT???

Äh – SELBSTVERSTÄNDLICH! Aber das kalte Cola wird vorher weg geworfen und durch lauwarmes Pepsi ersetzt….

„Der Aufschlag auf der Landebahn erfolgt in gewohnt wirbelsäulenerschütternder Ryanair-Qualität. Applaus brandet auf, als der Flieger brennend über den Asphalt schlittert.“
Eine der besten Stellen!

Danke für eure Unterhaltung, ihr seid mein täglicher Lichtblick, über eure News kann ich auch herzhaft lachen, im Gegensatz zu anderen…
Ich werde euch nächste Woche vermissen 😢

19,90 Euro sind Wucher. bei der U-Bahn-Station Alser Straße kostet ein Trip nur 12 Euro. Dafür bekommt man allerdings auch nur ein U6 Erlebnis.

Woher…. Ich frag besser nicht.

Heroin statt Kerosin!

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