Bierdeckel verloren: FPÖ-Historikerkommission muss von vorne beginnen


18 Monate harte Arbeit der Historikerkommission waren umsonst. Der Bierdeckel, auf dem der Bericht verfasst wurde, ging unter ungeklärten Umständen verloren. Jetzt muss die Aufarbeitung der braunen Flecken in der FPÖ von vorne beginnen.

WIEN – „So ein Unglück, und das ausgerechnet vor dem Wahlkampf“, zeigt sich Kommissionsleiter Wilhelm Brauneder betrübt. „Wir haben den Bierdeckel überall dorthin mitgenommen, wo wir geforscht haben. In die Burschenschafterbuden, in die Susi Bar am Praterstern, in den Amnesia Club auf Ibiza und ins Centimeter Mauthausen. Jetzt sind leider alle schriftlichen Erkenntnisse weg.“

Das letzte Foto, das der Tagespresse vorliegt, nütze der Öffentlichkeit wenig, so Brauneder: „Ja klar, auf der Vorderseite ist zwar das Ergebnis zu sehen, aber auf der Rückseite haben wir alle wissenschaftlichen Quellen vermerkt, die wir uns monatelang mühsam im Rausch ausgedacht haben.“

Mysteriöser Verlust

Wann und wo der Bierdeckel verloren ging, ist auch für die FPÖ ein Rätsel. „Der Hafenecker hat noch sein Bier oben gehabt. Dann hat der Strache die Tschick drauf ausgedämpft“, so FPÖ-Sonderermittler Christian Höbart.

„Gegen 4 Uhr früh hat der Kickl sich aus ein paar Deckeln so ein Kartenhaus gebaut, das zusammengefallen ist weil er darin eine Razzia durchführte. Danach verliert sich die Spur“, erklärt Höbart, der seine Hände an einem gläsernen Aschenbecher reibt, um in die Zukunft zu schauen, und die Aufzeichnungen wieder zu finden.

Öffentlicher Hilferuf

FPÖ-Chef Norbert Hofer ruft per Facebook-Video zur gemeinsamen Suche auf. „Bitte helft uns alle, den Bericht zu finden. Und falls du das jetzt siehst, lieber, kleiner Bierdeckel, dann bitte geh ins nächste Beisl und melde dich, wir haben dich alle so gern und vermissen dich schon so.“ Hofer schaut minutenlang in die Kamera und macht dabei das „traurige Gesicht (Variante 63)“ aus seinem NLP-Master-Führer 2019.

Neue Kommission

Eine eigens eingesetzte Bierdeckel-Kommission mit hochrangigen Vertretern, die unter den Tischen der renommiertesten Wiener Beisln gefunden wurden, soll jetzt den Verbleib des Deckels eruieren. Geleitet wird die Kommission von Ursula Stenzel: „Um zu verstehen, wie ein Bierdeckel denkt, bin ich selbst jahrzehntelang regungslos auf Beisltischen herumgelegen“, bekräftigt sie.

Für die kommenden Recherchen verspricht FPÖ-Chef Hofer mehr Sicherheit: „Wir werden so etwas künftig vermeiden, indem wir Back-Ups auf Servietten anfertigen.“


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Emil & die Detektive

Ein hoch nervöser Mann mit dem angeblichen Namen Prof. Brown hat laut Aussagen der Fa. Reisswolf den Bierdeckel 8x schredden lassen und die Partikel wieder mitgenommen!

myschkin68

um sie dann zu schnupfen

Garafon

Du meintest wohl 88 mal

Emil & die Detektive

7 Termine sind noch reserviert!

Spitze!

Saved my day!

Otc

Die Stenzel lag regungslos auf Beisltischen herum?
Da wundert es mich nicht, dass es ein Beislsterben gab!

City Guide

Unglaublich genaue Untersuchung. Chapeau!

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