Berufskiller-Gewerkschaft entsetzt über Stronach-Vorstoß


Entsetzt zeigte sich heute der Vorsitzende der Gewerkschaft der Berufskiller, Heinz Steinbeißer, über Stronachs Forderung nach der Todesstrafe für Angehörige seines Berufsstands.

Will nicht hingerichtet werden: Gewerkschafter Steinbeißer
Will nicht hingerichtet werden: Gewerkschafter Steinbeißer

„Dieser Vorschlag hat weder Hand noch Fuß. Das ist mal wieder billiger Populismus auf dem Rücken der Berufskiller“, meint Steinbeißer in einer Aussendung.  Stattdessen sollte Stronach seiner Ankündigung, für die arbeitende Bevölkerung eintreten zu wollen, nachkommen. Dazu würden auch die Berufskiller zählen.

„Seit Jahren schon kämpfen wir gegen Diskriminierung und Vorurteile gegenüber Auftragskillern“, erklärt Steinbeißer weiter. Durch solche unqualifizierten Wortmeldungen würde nur die harte Arbeit der vergangenen Jahre zerstört werden.

Denn schon jetzt leide das Berufskiller-Gewerbe unter einem massiven Nachwuchsproblem: „Die jungen Leute wollen heut alle lieber Anwälte, Ärzte oder Ingenieure werden. Dabei bietet eine Karriere als Berufskiller durchaus Spannung und Abwechslung.“

Des Weiteren bemängelt der Gewerkschafter das Fehlen jeglicher Regulierung und gewerblicher Beschränkungen. Das Business sei heute daher voll mit schwarzen Schafen, viele davon aus dem Osten: „Jeder mit einer 9mm denkt, er wäre James Bond.“ Die Folge wären Preisdumping und ein Abfall der Qualität. „Hier muss die Politik eingreifen, anstatt gegen uns zu hetzen“, fordert Steinbeißer.

Denn immerhin wären Berufskiller ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftszweig: „Bestattungsunternehmen, Waffenproduzenten, Sargfabriken: alle hängen sie von uns ab.“ Hinrichtungen von Berufskillern würden daher in erster Linie dem Wirtschaftstandort Österreich schaden.

(Fotos: Michael Thurm, Ronald Rugenbrink)

Alle Artikel jeden Morgen in Ihr Postfach.


25 Kommentare, 9.9k Shares
1500
19 Kommentar Themen
6 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
20 Kommentatoren
neuste älteste top
Jens Holger

Ad VoxVariabilis

Und ich hab schon befürchtet, ich finde keinen Naivling, der mein Posting ernst nimmt…

So kann man sich täuschen. Politiker haben wirklich ein leichtes Spiel in Österreich…

VoxVariabilis

haha, ok ich geb mich geschlagen. aber sehr gut erfunden! es gibt ja wirklich solche Irren…

VoxVariabilis

ich lach mich kaputt, die Idee is super und einige Idioten hier habens nicht mal kapiert! :D

movie007

Frank, hat bisher nur auf sich geschaut. Dass er auf Andere schauen und Rücksicht nehmen sollte, als Politiker, das hat er noch nicht gelernt. Deshalb hat ihm das den Kragen gekostet( Aber nur Politisch).
Franky Österreich und Politik ist nicht Kanada. In jedem neunen Beruf ist es besser, wenn man als Lehrling und nicht als Chef anfängt, egal welchen Beruf man vorher schon gut gemacht hat. Auf jeden Fall sollte man als Politiker sich um die Menschen echte Sorgen und Gedanken machen und nicht die eigenen Ideen umsetzen wollen.

Querdenker

Ich stell mir grad den Al Capone vor wie er in der Altersteilzeit als Lehrbeauftragter an der entsprechenden Berufsschule unterrichtet und sich einerseits über den Stronach und andererseits über die Schmidt wegen dem neuen Dienstrecht ärgert. Das er gewerkschaftlich organisiert ist, ist Ehrensache.

Choose A Format
Personality quiz
Series of questions that intends to reveal something about the personality
Trivia quiz
Series of questions with right and wrong answers that intends to check knowledge
Poll
Voting to make decisions or determine opinions
Story
Formatted Text with Embeds and Visuals
List
The Classic Internet Listicles
Countdown
The Classic Internet Countdowns
Open List
Submit your own item and vote up for the best submission
Ranked List
Upvote or downvote to decide the best list item
Meme
Upload your own images to make custom memes
Video
Youtube, Vimeo or Vine Embeds
Audio
Soundcloud or Mixcloud Embeds
Image
Photo or GIF
Gif
GIF format