Beihilfe zum Suizid legal: Handel darf weiterhin mit Rabatten locken


Lange Schlange vor einem Geschäft
Georges Schneider / picturedesk.com

Gute Nachrichten für XXXLutz, Humanic und Co.: Ein Urteil des Verfassungsgerichtshof erklärt das Verbot der Beihilfe zum Suizid für verfassungswidrig. Damit kann der Handel auch weiterhin tausende Menschen mit Rabatten in die Geschäfte locken.

WIEN – Mit ihren Rabattaktionen während Corona begaben sich die Handelsriesen bisher in einen rechtlichen Graubereich, doch damit ist jetzt Schluss. Der Verfassungsgerichtshof entschied, dass man Kunden, die sich mit einer tödlichen Krankheit infizieren wollen, die notwendige Infrastruktur bereitstellen muss.

„Endlich dürfen wir unseren Kunden ein unwürdiges Ende ermöglichen, wenn sie sich dem animalischen Kampf um -50% Plastik-Sneakers aus Kinderarbeit in Taiwan widmen“, lacht die Pressesprecherin von Humanic stolz.

Abschied

Vor einem Kika in Amstetten herrscht Abschiedsstimmung. „Ja, ich bin bereit. Leb wohl, Welt, es war schön“, sagt Claudia S., 41. Ein letztes Mal umarmt sie ihre Familie und stellt sich vor dem Kika an. Ihre kleine Tochter bleibt voller Fragen zurück: „Papa, wohin geht die Mama?“ Tränen laufen die Wangen des Vaters herab. „An einen besseren Ort, mein Kind, wo die Vorhangstangen um 70% reduziert sind, ur geil oder? Da schaut mein Hobbyraum bald pippifein aus, und jetzt stell die da drüben an bei der Grillhendl-Station und hol uns zwa halbe.“

Handel erfreut

Auch der Möbelhändler XXXLutz begrüßt das Urteil. „Wir wollen unseren Kunden ermöglichen, noch schnell reduzierte Löffel zu kaufen, bevor sie den Löffel abgeben“, betont das Management. Die Marketing-Abteilung reagiert bereits auf die neue Lage: „Die Familie Putz bekommt jetzt den Onkel Sensi, der als Totengräber am Zentralfriedhof arbeitet.“

Politik kritisch

In der ÖVP sieht man die Aufhebung des Verbots des assistierten Suizids zwiespältig. „Es obliegt nicht uns irdischen Sündern, zu entscheiden, wann ein Leben endet. Das darf nur einer…“ sagt der Parlaments-Seelsorger Wolfgang Sobotka und deutet in Richtung Himmel. „Die unsichtbare Hand des Marktes. Aber sicher nicht irgendein unheilbar kranker Mensch, der würdig sterben will!“

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Heiliger Sobotka, bete für uns! Heiliger Gernot, zahl für uns! Heiliger Bastl, äh mach irgendwas…

Bearbeitet von Gatonero

Werwolf Sobot kann beten, aber was können die anderen Beiden?

Abhauen

und den erst genannten mitnehmen.

„Wos wor mei Leistung“ ist doch eh ein übliches Statement hierzulande.

TP in Topform.

Kauft Leute, kauft! Das letzte Hemd hat hat keine Taschen!

Beim letzten Satz war mir direkt, als hätte Wolfgang ihn ganz zärtlich in mein Ohr gebrüllt…

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