Wirtschaft

„Bei mir ist es sicher“: Grasser bietet Österreichern an, ihr Bargeld vor Regierung zu schützen

Grasser und Bargeld

Alle, die ein baldiges Bargeld-Verbot befürchten, können aufatmen: Ex-Minister Karl-Heinz Grasser signalisiert seine uneingeschränkte Hilfsbereitschaft und bietet der Bevölkerung an, ihr Bargeld vor der Regierung zu schützen. Dazu müssen die Bürger ihre Geldbestände lediglich zu Grassers Geldspeicher in Kitzbühel bringen.

Unbürokratische Hilfe
„Ich öffne mein Herz für die Bevölkerung“, erklärt Grasser, als er seinen Geldspeicher öffnet. „Jeder, der die gierige Staatshand fürchtet, möge Zuflucht in meiner Obhut finden – und zwar ganz unbürokratisch: man muss das Geld nur da hineinlegen.“

Der Service richtet sich an alle Bargeldbesitzer. Jeder hat Platz: „Ich werde niemanden wegschicken, weil sein Geldkoffer zu groß ist“, betont Grasser. Gebühren fallen für die Aufbewahrung keine an. Besonders praktisch: für Geldsummen ab 100.000 Euro bietet er sogar einen kostenlosen Abholservice, damit insbesondere ältere Damen nicht so schwer tragen müssen.

Veranlagung
Das Geld bleibt nicht nur sinnlos im Speicher liegen, sondern wird in Grassers eigenem „GR Fonds“ (Grasser Retirement Fonds, Anm.) klug veranlagt. „Ich investiere nicht in irgendwelche spekulativen Finanzprodukte, sondern ausschließlich in konservative, wertnachhaltige Anlageformen, etwa Villen-Immobilien, Motorjachten und Cocktailkleider für Fiona.“

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Hilfsbereit
Als unser Redakteur die Heimreise antreten will, merkt er plötzlich das Fehlen seiner Geldbörse. Grasser lächelt nur milde: „Keine Sorge. Die ist doch schon längst an einem sicheren Ort.“ Es scheint, als käme der heißeste Anwärter auf den Friedensnobelpreis heuer aus Kitzbühel.

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(Foto: Georg Hochmuth/APA/picturedesk.com, Montage)

41 Kommentare

41 Comments

  1. Indien plant goldgedeckte Staatsanleihen

    12.04.2016 um 20:47

    Was Unsinn ist!

    Wenn Papier alle ist, bist du schon an Sauerstoffmangel erstickt.

    Zahlungsunfähig bist du, wenn das Geld zurückgehalten wird und wie’s üblich ist, niemand da ist, der dem Volk eine Alternativwährung erklärt sowie solche – wegen der anfänglichen Kämpfe der Marktteilnehmer gegen ihn, welcher Art auch immer – einführt. Gold hat keinen Mehrwert gegenüber Papier, solange das Papier Zahlungsmittel ist und dieses von allen als solches verwendet wird. Geldmengen bilden niemals Warenmengen ab. Warenpreise kann man mit Geldmengen ausdrücken – wie immer man das möchte. Geld ist keine Ware, Gold kein Warengeld solange nicht Zahlungsmittel. Geld ist ein erfundener Wert, der funzt, solange Vertrauen darin besteht. Auch Gold funzt nur durch Vertrauen. Das best funktionierende Geld ist Steingeld gewesen, die größten Münzen wogen Tonnen. Geld ist kein Werterhaltungsmitt…

    • War für Adi gedacht:

      12.04.2016 um 20:49

      Indien plant goldgedeckte Staatsanleihen

  2. Adi

    05.04.2016 um 08:32

    Ob gegen solche Typen ein Onlinegeld was bringen würde?

    • Drohung des Bargeld-Verbots: Eine Warnung an die Sparer

      12.04.2016 um 21:01

      Bofinger*, klingt ja schon wie für’n Arxsch, bläst in die

      gleiche, dämliche Tröte. Von wem der korrupte Mensch wohl dazu angehalten wird, unter dem Vorwand, die Menschen mögen die Ersparnisse in die Wirtschaft stecken, das Bare abzuschaffen?

      Von Visa, von MasterCard? Wieso ich mir diese Fragen Stelle? Weil eine Abschaffung des Bargeldes überhaupt nicht dazu beiträgt, dass man das Geld vermehrt ausgibt, da gespart einfach eines bleibt: gespart.

      Und das Sparen hat insofern seine Berechtigung, dass man – ohne sich jetzt verschulden zu wollen, müssen etc. – für Güter, die man (später) erwerben möchte, vorsorgt. Nichts anderes ist Sparen: auch, wenn ich es weiter vererben würde, weil ich’s aus irgendeinem Grund zum Verbrauch nicht mehr geschafft habe.

      Bofi ist also kein Wirtschaftsweise, sondern konzerngesteuerte Wirtschaftsscheiße. Und dazu stehe man!

      * Will das angeblich (Wie an anderer Stelle erklärt, sollte man Ersparnisse nur für die mit weniger Einkommen zur Vorsorge zulassen, also bis zu einer bestimmten Höhe. Real sieht es so aus, dass man dem Armen das Ausgeben einreden möchte, wenn er’s trotzdem nicht tut, dann will man ihn zwingen, den Reichen dagegen die kumulative Wertschöpfungskettenunterbrechung durch nicht weitergegebene Löhne, Geldanhäufung auf den Kontos etc. weiter erlauben will. Und genau da liegt das Problem, das nicht Verstehen und die studentisch versammelte Dummheit. Ja, die ist eben auch kumulativ. Schon deshalb, weil sich der BWL-Student einbildet, etwas von Volkswirtschaft zu verstehen, dasselbe Problem hat der Finanzwissenschaftler, der Handelswissenschaftler usw. Ja, zu viele arrogante Dummköpfe werden an den Dummyversitäten heran gezüchtet.)

  3. Donnervan

    03.04.2016 um 17:17

    Janet Yellens Märchenstunde

    Herr Grasser, die wenigsten Menschen,

    die nie das Glück hatten, arbeitslos geworden und in Schulungen geschickt worden zu sein, wissen, dass es für Menschen keine Wirklichkeit gibt, weil sich jeder seine eigene aufbaut u. einbildet. So scheint dieses Wissen auch bei Ihnen zu fehlen. Deshalb: kündigen Sie einfach mal für längere Zeit! Sie werden sehen, so übel ist das gar nicht, was die meisten AL ständig als geisteskranke Kurse bezeichnen. Der halbwegs Kluge kann sehr viel Wissen daraus ziehen, was den Arbeitenden immer verborgen bleiben wird, weil sie nicht die Zeit und die Leute haben, die ihnen zeigen, was Sache ist. Und die weniger Klugen bleichen einfach wie sie sind und kritisieren weiter, ohne eben was dazu zu lernen.

    Eigentlich sollten die Unternehmer in solche Kurse geschickt werden, weil die das wahre Problem sind. Und eben Personen wie Sie, die auch nur das wenige spezifische Wissen des eigenen Studiums haben und niemals über den Tellerrand hinausblicken, wie die Löscher hier. Dumm bleibt für gewöhnlich dumm. Das beweisen dieser Tage besonders die österr. Politiker, die glauben durch Raub an den Ärmsten im Volk, die wollen schon die Häuser der Arbeitslosen, nein, der arbeitslos Gemachten in ihren Besitz übernehmen, die Verbrechen ausbügeln zu können, die sie die letzten Jahrzehnte an den Bürgern begangen haben. Und der wählt diesen Abschaum auch noch weiter und weiter und weiter, hehe. Jürgen Kopf, der Kopflose, Mc Donalds, der nimmersatte, stinkende Gierbock, der alles den Unternehmen zuschanzen möchte, jetzt, wo’s zu spät ist, weil er als Betriebswirt eben keine, überhaupt keine Ahnung von Wirtschaft hat, der Sprung in der Schüssel, der nach seinen Verbrechen am Kleinbürger auch noch einen hohen EU-Posten zugeschoben bekommen hat, weil der währen seiner Amtszeit, willfährig Dienst gegen den Bürger geleistet hat, der von Mc Donalds, der wird sich wohl Ähnliches erwarten, derzeit soooowas von gelobt wird, der aber in A die derzeitige Katastrophe überhaupt erst eingeleitet hat mit den Vermittlungsagenturen, die es ermöglicht haben, dass sich immer mehr Nichtstuende an der Arbeit der arbeitenden Bevölkerung bereichern können … Tja, der Verbrechen Liste endete nie, darum stoppe ich hier, diese Geisteskrankheiten, die das eigentliche Problem darstellen und sich niemals rechnen können, weiter anzuführen.

    Sie können sich nicht rechnen, weil ein Staat nach dem anderen dasselbe nachahmen wird. Fazit: Was alle machen, bringt keinen einen Vorteil, in diesem Fall sogar jedem einen Nachteil, den keine Volkswirtschaft der Welt kriegsfrei überleben kann und darf. Darf? Ja, darf; sonst sind nämlich alle Bürger bis hin zur Mittelklasse unfrei: und das nennt sich Kapitalismus; unfreie Marktwirtschaft, die man frei nennt; keine Demokratie, die man aber demokratisch nennt; Liberalismus, der alles bis ins letzte Detail auflöst und zerstört. Tatsächlich stellt sich dieser Tage heraus: D. Kommunismus wird den Kapitalismus überdauern, sofern sich ein dem Volk gut gesinnter K. finden würde.

    • Peter

      03.04.2016 um 17:21

      Grasser geht es gar nicht mehr und die von Ihnen Beschriebenen gehören allesamt in einen Knast, das ist meine Meinung!

      • Donnervan

        03.04.2016 um 17:23

        Der Sprung in der Schüssel soll, um der heimischen Justiz zu entkommen, an den derzeitigen EU-Posten gedrängt haben.

        Weil er mit der Hypo und Haider zur gleichen Zeit natürlich nicht nichts gewusst haben solle. Ob’s stimmt?

        • Peter

          03.04.2016 um 17:25

          Geflüchtet vor der österr. Justiz? Hehe! Von der hat nur der 20 €-Dieb etwas zu befürchten. Für alle anderen, ist diese Justiz eindeutig zu dämlich, hat noch keinen erwischt oder erwischen wollen.

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