Andrang auf Mount Everest: Stau reicht bereits zurück bis zur Südosttangente


Nimsdai Project Possible

Der Stau am Mount Everest wird immer länger. Heute morgen erreichte die Schlange der Bergsteiger bereits die Wiener Südosttangente. Viele Wanderer leiden unter der Extremsituation, auf die sie nicht vorbereitet waren.

WIEN/KATHMANDU – „Das ist die Hölle“, keucht der 62-jährige IT-Manager John McJohn aus Austin, Texas. “Die Todeszone am Mount Everest ist schon beinhart, aber das Anstellen in der Todeszone der Südosttangente, das überlebst du kaum. Das sind unmenschliche Bedingungen.“

Zwei seiner erfahrenen Sherpas aus dem Südhimalaya sind durch den aggressiven Feinstaub, die aggressiven Autofahrer und die aggressive Ö3-Dauerbeschallung auf der Südosttangente kollabiert und liegen in stabiler Seitenlage neben der Fahrbahn. McJohn war schon kurz davor, umzudrehen. „Aber ich bin ein Manager“, sagt er kämpferisch.

Massentourismus

Grund für den bis nach Europa zurückreichenden Stau ist der immer größer werdende Massenandrang auf den „Managerfriedhof“, wie der Mount Everest von Einheimischen liebevoll genannt wird.

„Wir leiden unter dem Pauschaltourismus“, jammert ein Sherpa, während er fünf Vorstandsvorsitzende einer deutschen Bank auf dem Rücken nach oben schleppt. „Heute kann jeder auf den Gipfel, der bereit ist, dafür zu bezahlen. Schaut, da vorne, der Bus auf Höhenmeter 7.400. Das ist eine Matratzenfahrt von Hofer Reisen voller Senioren. Muss das sein?“

Kritik kommt auch von Reinhold Messner, der sich über die aktuellen Entwicklungen besorgt zeigt: „Die Berge, die Natur, das alles so kapitalistisch zu vermarkten, das ist eine Schande vor unserem Herrgott. Wer wissen will, wie ich noch ursprünglich auf den Berg gestiegen bin, der soll bitte das Messner-Mountain-Museum in Südtirol besuchen, für nur 10 Euro Eintritt.“

Stammgäste wütend

Das deutsche Ehepaar Horst und Sieglinde Müller aus Niedersachsen ist zornig, dass sie nun bereits seit drei Tagen am Verteilerkreis ihr Zelt aufschlagen müssen. Die Müllers überlegen sich sogar, nächstes Jahr woanders zu urlauben: „Wir packen jeden Mai unsere Flipflops und unternehmen einen Ausflug hinauf auf den Mount Everest. Aber nächstes Jahr werden wir uns dann wohl von einem anderen Berg vom Hubschrauber retten lassen.“

Gipfelstürmer Kurz

Auch der leidenschaftliche Bergsteiger und Alt-Bundeskanzler Sebastian Kurz nützt seine Sommerferien für die Besteigung des Mount Everest. Er wurde in der Schlange vor dem Gipfel gesichtet. Laut seinem Sherpa Gernot genieße es Kurz sehr, endlich einmal nicht nur beruflich über Leichen gehen zu können.

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Jenny

Böse.

Schopenhauer

Sehr schön. So kann man Manager und Politiker auch entsorgen, mit einem Trip auf den Mount Everest.

Hhh

Sicher das du nicht „mit einem tritt“ vom Mount Everest meintest ;)

bilboderhobbit

Die 5 MMM kosten zwischen 8€ und 12€

█████████ █.

Heute in der Politik nix los? Wen interessiert denn der alltägliche Stau auf der Südosttangente?

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