Ab heute: 235.000 Wahlversprechen der Grünen ungültig


Werner Kogler vor Exit-Schild
Georges Schneider / picturedesk.com

Mit 1. Februar verlieren 235.000 Wahlversprechen der Grünen ihre Gültigkeit. Vizekanzler Werner Kogler erklärt, man arbeite mit Hochdruck daran, die Quote so rasch wie möglich wieder zu erhöhen. Schon bis zum Sommer sollen eine Million neue Versprechen vorgelegt werden.

WIEN – 9:30 Uhr, Kontrolle vor dem Parlament. Der Grünen-Parteichef Werner Kogler streckt einer Security sein Fairphone entgegen. „Abgelaufen… Sie haben da kein einziges gültiges Wahlversprechen mehr drauf, so kann ich Sie nicht reinlassen.“ Kogler lacht auf. „Geh bitte! Schauens noch einmal nach, eines muss doch noch gültig sein, irgendwas mit Klima, Delfinen oder so. Und nehmens gefälligst Ihr Kopftuch runter, wenn Sie mit mir reden.“ 

Kogler greift nach ihrer FFP2-Maske, die Frau schleudert ihn mit einem Krav-Maga-Griff auf den Boden und fixiert ihn am eiskalten Asphalt. „Ned scho wieder“, keucht Kogler. „I bin heut Nacht scho aus der Susi Bar und dem Mäci Karlsplatz gflogn.“

Nachweis fehlt

Nervös lächelnd steigt Sigi Maurer über den am Boden liegenden Kogler und zeigt der Security ihren QR-Code. „Sorry, kein Einlass ohne Antikorruptions-Paket.“ Maurer seufzt, auch ihre Versprechen sind seit heute abgelaufen. Sie durchwühlt ihre Tasche. „Moment, ich hab da auch noch diesen Ausdruck, vielleicht damit?“ Die Security studiert den zerknitterten Sideletter. „Hm, gläserne Parteikassen, Abschaffung des Amtsgeheimnisses, Informationsfreiheit? Sorry, das glaubt Ihnen kein Mensch mehr, ist das ein Fake?“

Grüne Ausnahmeregelung

Wenige Minuten später fährt Umweltministerin Leonore Gewessler mit einem E-Fahrrad vor, steigt ab und geht lächelnd an Kogler und Maurer vorbei. Die Security lässt sie ohne Kontrolle passieren und schaut ihr ehrfürchtig nach. „Die hat mitten in der Wirtschaftskrise den Lobautunnel abgesagt, wenn du das politisch überlebst, giltst du für drei Legislaturperioden als genesen.“

Doch wie konnte das alles passieren? „So ein Schaß, i versprech sicher nix mehr“, raunt Kogler. „Wir haben leider vergessen, die Wahlversprechen rechtzeitig durch Neuwahlen zu boostern. Die Wähler vergessen ja nach sechs Monaten, was wir alles versprochen haben, daher gelten die Versprechen auch nicht mehr.“

Durchseuchung startet

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein schlägt seiner Partei vor, die nächsten Wahlkämpfe einfach „durchrauschen“ zu lassen. „Was wir jetzt brauchen, ist eine Durchseuchung, die Herdenimmunität muss aufgebaut werden. Wir Grünen müssen insgesamt mindestens 90 Prozent aller Österreicher enttäuschen, erst dann wird die Bevölkerung erkannt haben, dass wir auch nicht anders sind wie die anderen Parteien.“

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Zu wahr um lustig zu sein 😪

Leider 😳

Wieder einmal hat die Tagespresse einfach von der APA abgeschrieben 🙈

Zitat: „Wir Grünen müssen insgesamt mindestens 90 Prozent aller Österreicher enttäuschen, erst dann wird die Bevölkerung erkannt haben, dass wir auch nicht anders sind wie die anderen Parteien.“ — Ich denke, das haben schon 91 Prozent aller Österreicher*innen erkannt! Ziel erreicht!

Bearbeitet von Ambalano

Im letzten Satz: Als!

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