Klare Worte hat die UNO nun für Tirols Nahost-Politik gefunden. Der Sicherheitsrat forderte die Tiroler Landesregierung auf, die Besetzung des Westkärntnerlandes sofort zu beenden. Damit erreicht der Konflikt um das fruchtbare Land am Iselfluss seinen vorläufigen Höhepunkt.
Osttirol, wie das Westkärntnerland von der Tiroler Besatzungsmacht fälschlicherweise genannt wird, befindet sich nun schon seit dem berühmten 6-Stunden-Krieg von 1967 in der Gewalt des heiligen Landes. Damals waren die Tiroler Streitkräfte mit der vollen Truppenstärke von drei Schützenkompanien, einer Militärmusikkapelle und vier Grundwehrdienern in das Westkärntnerland einmarschiert.
„Einen Präventivschlag“ nannte der damalige Landeshauptmann Wallnöfer die Aktion damals. Doch trotz Besetzung konnte Osttirols Biowaffenangriff nicht aufgehalten werden. Gerald Hauser schaffte es als FPÖ-Chef bis in den Tiroler Landtag. Die völkerrechtswidrige Okkupation blieb seitdem allerdings aufrecht.
Unterdrückung
Ob Tirol nun auf die angedrohten UNO-Sanktionen reagieren wird, ist fraglich. Tirol ist nämlich für seine harte Linie gegenüber Osttirol, die auch vor groben Menschenrechtsverletzungen keinen Halt macht, bekannt.
Große Teile der Osttiroler Bevölkerung leben in ständiger Unterdrückung, viele Dörfer wurden bis heute nicht einmal ans öffentliche Stromnetz angeschlossen. Um den Widerstand der aufständischen Westkärntner Bevölkerung zu brechen, wurde ihr kürzlich sogar die einzige tägliche Zugverbindung nach Tirol gestrichen und durch eine unmenschliche Busverbindung ersetzt.
Widerstand
Geht die Besetzung trotz UNO-Drohung weiter, ist zu erwarten, dass der Widerstand der Osttiroler Autonomiebewegung PLO („Platter Leck ins am Oasch“) noch größer wird. Gerüchten zufolge hat sie sich dabei bereits Unterstützung von einer gefürchteten Kärntner Untergrundbewegung geholt, dem sogenannten BZÖ.
(Michael Mingler. Foto: Montage)


