Gerhard Zeiler dozierte noch vor wenigen Tagen auf den Wiener Medientagen weise: „Es gibt keinen Weg daran vorbei, dass wir auf TikTok und Facebook sind.“ Seine eigene Kampagne zur Übernahme der SPÖ verkündete der Medienmanager dann exakt 48 Stunden später: per Interview in der Kronen Zeitung – und sonst nirgends. Da das Neuland offensichtlich doch noch Tücken birgt, greifen wir ein.
In den unendlichen Weiten des Internets hinterließ Zeiler zuletzt in etwa so viele digitale Fußspuren wie Bruno Kreisky. Eine dezidierte Fan-Seite von Zeiler sucht man auf Facebook und Instagram so vergeblich wie ein Comeback der Sozialdemokratie. Sogar auf TikTok glänzt Zeiler durch Abwesenheit.
Unsere forensischen Investigativ-Reporter spüren nur einen privaten Account auf Facebook mit 1.229 Freunden auf.
(Service-Hinweis für alle unter 30: Bei „Facebook“ handelt es sich um eine Art betreutes Wohnen im digitalen Raum. Auf dieser prähistorischen Plattform postet Ihr Onkel wütende Memes über Greta Thunberg und Fahrradfahrer. Ihre Mutter antwortet darauf dann mit „stimmt das, manfred?“, bevor sie Mark Zuckerberg per Copy-Paste-Nachricht die Nutzung ihrer privaten Daten untersagt.)
Weniger ist mehr
Der letzte öffentliche Eintrag auf Zeilers Facebook-Account stammt aus dem Jahr 2018, etwaige andere Inhalte sind zur Sicherheit verborgen. Als Medienmanager mit Weltformat kann man sich online schon mal rar machen.
Diese Abstinenz im digitalen Raum ist keineswegs Faulheit, sondern mutig, fast schon visionär.



ihr seid mit die einzigen, die noch sinnerfassend lesen und hören können…
Darum:
Wir brauchen keinen Zeiler,
Andi Babler ist viel geiler!
Aber am Ende ist er nun wohl mehr der Sebastian Kurz der SPÖ. Millionär mit guten Kontakten zur Krone.
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie die Tagespresse.