Anfang September erlaubte sich die Redaktion der Tagespresse einen Scherz und verkündete den Start einer Print-Ausgabe.
Die völlig absurde Geschichte eines Online-Mediums, das den Weg zurück zum gedruckten Papier findet, wurde von vielen Menschen für bare Münze genommen. Sogar die APA fiel darauf rein – nicht das erste Mal.
Doch die überwältigenden Zuschriften (drei), das viele Geld durch neue Abos (sieben) und der dezente Hinweis unseres Rechtsbeistands, dass unser Scherz von einer übereifrigen Staatsanwaltschaft als „gewerbsmäßiger Betrug“ (§ 148 StGB) gedeutet werden könnte: all diese Faktoren bewogen uns dazu, nun also doch eine Ausgabe 1 aus dem Ärmel zu schütteln.
Das erwartet Sie in der ersten Ausgabe unter anderem:
- Ein Interview mit Klaudia Tanner zum Nationalfeiertag
- Elfriede Jelinek wird 80: Die wichtigsten Geburtstags-Events
- Interview mit Militärexpertin Gerda Rogers: So geht es weiter in der Straße von Hormus
- Wird der nächste James Bond ein Österreicher?
- Top-Trend Longevity
- Die besten Buch- und Kinotipps des Landes inkl. österreichischer Horrorfilme
- Das schwierigste Rätsel Europas
- Die gruseligste Halloween-Maske der Welt zum Ausschneiden (Trigger-Warnung)
- Und: eine erlesene Auswahl der besten Online-Artikel, liebevoll von Hand gecopypasted
Wie? Sie haben noch gar kein Print-Abo? Jetzt aber schnell!
Nur durch Ihr Abo können wir als Satire-Manufaktur zu 100% unabhängig von Medienförderungen arbeiten – ganz ohne Fake-Fellnerismus und Dichand-Dreistigkeit! Und unsere Inserate schreiben wir uns zur Sicherheit auch selbst.
Bis heute Mitternacht haben Sie noch Zeit, sich die aktuelle Ausgabe zu sichern. Dann müssen wir die Druckerpresse anschmeißen.
Ihr druckfrisches Exemplar erhalten Sie dann innerhalb von zwei bis vier Werktagen – so Gott und die österreichische Post es will.
P.S. Und noch eine letzte Eigenwerbung, so schamlos, dass sie eine scharfe Verurteilung des Werberats verdient:
Sichern Sie sich Tickets für die allerletzten beiden Termine von „Tagespresse Live“ im Wiener Rabenhof, bevor unser Chefredakteur wegen Malversationen bei der Spesenabrechnung zurücktreten muss und nahtlos in den Aufsichtsrat eines staatsnahen Unternehmens wechselt:
Tickets beim Rabenhof (Termine: 14.10. und 24.11.)
„Eh relativ lustig, bin erst in der Pause gegangen!“ – Mutter des Chefredakteurs



Nein wirklich, ich werf euch sowieso alles Geld in den Rachen, es ist aktuell nirgends besser angelegt.
Um sich optisch und qualitativ von der Kronen Zeitung abzuheben, hat sich die Redaktion der gedruckten Tagespresse für ein radikales Konzept entschieden: vollständige Sätze.
Die Chefredaktion gibt sich selbstbewusst: „Wir garantieren unseren Lesern, dass unsere gedruckten, völlig frei erfundenen Lügen immer noch besser recherchiert sind als die Exklusiv-Meldungen von OE24.“
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