Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu kann einfach nicht genug bekommen von Kriegsverbrechen. Nach dem letzten enthemmten Blutrausch, der dutzenden Zivilisten in Rafah das Leben kostete, besucht er nun erstmals ein Treffen der Anonymen Kriegsverbrecher.
JERUSALEM – „Hallo, mein Name ist Benjamin, ihr könnt mich gern auch Bibi nennen“, begrüßt Israels Regierungschef die Gruppe. „Hallo Bibi“, antworten alle gleichzeitig. Netanjahu kratzt sich nervös am Hals. „Also… ich habe ein Problem… strenggenommen haben andere ein Problem mit meinem Problem. Ich bin sozusagen süchtig nach, äh, Kriegsverbrechen… sagt jedenfalls diese depperte UNO-Vollversammlung.“ Verständnisvolles Murmeln im stickigen Meetingraum.


