Nach Karlsplatz-Räumung: ÖVP präsentiert „Jugendlichen-Landkarte“

Dragan Tatic/BKA (M)

Keine Vorverurteilung, nur einen Überblick über extremistische Gefährder: Das soll die neue „Jugendlichen-Landkarte“ bieten, die heute von ÖVP-Innenminister Karl Nehammer und Jugendministerin Susanne Raab präsentiert wurde. Nach der Räumung des Wiener Karlsplatz in der Nacht auf Samstag soll die Karte Klarheit über die Gefahrenlage schaffen.

WIEN – Mit zusammengekniffenen Augen starrt der Innenminister auf die Karlskirche. Tagsüber wirkt sie fast harmlos. Abends zieht sie die gefährlichste Parallelgesellschaft Wiens an: Jugendliche. Die MA48 reinigt gerade den Platz. „Das hat es bei uns früher nicht gegeben, Jugend…“, schüttelt Nehammer den Kopf. Er selbst nahm bereits mit elf Jahren einen Vollzeitjob in der ÖVP an, baute mit 15 ein Fertigteilhaus in Klosterneuburg und wurde mit 17 zum vierten Mal Vater.