483 Euro für Jahreskarte: Wiener Linien eröffnen Geschäft in New York

wikimedia / Jorge Láscar

Es sind Preise, die hierzulande den Blutdruck hochschnellen lassen – doch im Big Apple ist man anderes gewöhnt. Nach der Bäckerei Auer und ihrem 60-Dollar-Brot eröffnen nun auch die Wiener Linien eine Dependance in New York City. Kostenpunkt für eine Jahreskarte: 542,92 Dollar bzw. 483 Euro. 

NEW YORK CITY – Lafayette Street, Manhattan. Neugierig schauen einige New Yorker durch die Fenster in den Shop hinein. Direkt gegenüber der gehypten Bäckerei Rye von Martin Auer funkelt in einer polierten Vitrine das neue Must-Have-Statussymbol: Eine echte Jahreskarte der Wiener Linien, frisch aus der Druckerei. Ein bulliger Security in einem schwarzen Maßanzug hält den Pöbel vor dem Geschäft auf Abstand. 

  • „Das Ding ist allein in den letzten zwei Jahren 32% nach oben geschnellt.“

    Top-Investition! Markt-Analysten erwarten einen weiteren Anstieg von bis zu 200% nach Eröffnung der (spiralförmig geführten) Linie U5.

  • Das ist das Schöne an Veblen-Gütern, daß sie begehrter werden, wenn deren Preis steigt. Wobei hier der Nutzen erst an zweiter Stelle hinter dem Prestige kommt.

    Ich habe in Standard-Forum unter einem Artikel über die neueste Rolex einmal gepostet: „Auf meiner Uhr ist es gerade 19 Uhr 45. Wie spät ist es auf einer Rolex?“ An der Antwort konnte ich erkennen, daß er mindestens 1 Meter 50 hoch gesprungen ist.