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  • 30. Todestag: Die schönsten Google Rezensionen von Thomas Bernhard


    Anlässlich des 30. Todestags von Thomas Bernhard präsentieren wir seine schönsten, provokantesten und berührendsten Google Rezensionen.

    Apollo Kino

    Ins Apollo gehen! Keine Empfehlung! Während ich normal mit Oehler ins Apollo gehe, gehe ich diesmal mit Karrer. Normalerweise gehen wir viel früher, weil vom Eingang bis zum Saal 12, sagt Oehler, da geht man schon mal drei oder vier Stunden. Während Oehler umnebelt vom Popcorn-Gestank vor Saal 12 wartet, haben wir Karrer irgendwo bei Saal 3 für immer verloren, also gehe ich noch mal schnell hinauf aufs Klo. Aber als ich dann schon drei Wochen später zurückkomme zu Saal 12, ist Oehler weg und Karrer im Irrenhaus und Lego Movie 2 auch schon aus.

    Steirereck

    Mich fröstelte, als ich das Lokal betrat. Dieser Nazi-Geruch, wie in einem Nazi-Kuhbauch, und überall diese zerlumpten Menschen, deren leblose Stumpen – denn Arme und Beine kann man dazu nicht sagen – nur von den Goldketten und nazigoldenen Manschettenknöpfen zusammen gehalten werden. Der bemühte Kellner serviert mir ein bemühtes acht-gängiges Menü. Ausgezeichnet! Trotzdem nur 1 von 5 Sternen, denn ich bin Thomas Bernhard und habe einen Ruf zu verlieren.

    Heldenplatz

    Einfach nur Wow! Top Architektur und man riecht förmlich die tolle Geschichte, die sich hier abgespielt hat. Immer wieder gerne!

    Grelle Forelle

    Die Grelle Forelle ist der düsterste Ort, den ich jemals gesehen habe. Zappelnde, stampfende Menschen, deren Beruf mir unklar erscheint, absolvieren in dieser abgedunkelten, kerkerhaften Fabrik schweigend ihre Nachtschicht. Die meisten sind schwarz gekleidet, einige tragen Uniformen der österreichischen Post, obwohl sie keine Briefe aushändigen. Ein wild zuckender Vorarbeiter steht vor ihnen und bedient eine Maschine, die ohrenbetäubenden Lärm erzeugt. Alle sind vom Kopf bis über die Brüste und über die Hoden bis zu den Füßen übernächtigt. Nachdem sie auf der Toilette waren, wirken viele von ihnen plötzlich wach, ihre Pupillen sind geweitet, sie zappeln und stampfen weiter, bis die Sonne aufgeht und wieder ein schwachsinniger Arbeitstag ihres zerrütteten, lächerlichen, geknechteten Lebens geschafft ist.

    Offener Bücherschrank

    Sehr geehrter Herr Dr. Unseld!

    Zu meinem Entsetzen musste ich feststellen, dass meine Prosa aktuell in Wien gratis in einem Bücherschrank in der Wiener Zieglergasse aufliegt? Wissen Sie eigentlich, welche Kränkung es für mich darstellt, meine Werke neben literarischen Scharlatanen, Rosstäuschern und Bauernfängern wie dem pädophilen Goethe oder diesem Pferdeschwängerer Dostojewski zu finden? Ich mag mir gar nicht erst ausdenken, was diese primitiven Nachhaltigkeitsnazis in Wien-Neubau mit meinen Werken anstellen. Ich war sicher einer der unkompliziertesten Autoren, die Sie jemals gehabt haben, aber ich fühle mich veranlasst, Ihrem Verlag als Schadenersatz die Summe von 39 Millionen Euro in Rechnung zu stellen.

    Ihr Sie sehr respektierender Thomas Bernhard.


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    lachwurzn

    Thomas Bernhard in der Tagespresse – das wir das noch erleben dürfen.

    Den Literaturnobelpreis verdient übrigens Andreas Gabalier: er hat unendlich viel für die Literatur getan, eben weil er noch kein Buch geschrieben hat.

    Luschenbuschen

    Was sollte er denn auch schreiben; „Mein Krampf“ ist doch schon geschrieben…

    Aber der ist vom blauen Vater geschrieben worden!

    Übrigens sogar der Titel ein Plagiat von Adis Buch namens … Kampf!
    Selber geht halt gar nix, deshalb sind wir in der Politik.

    Stefan Zweigerl

    Bitte mehr davon. Bitte eine Dauerrubrik von Bernhard.

    brillenglaeserscheibenwischer

    Ihr habt nicht viel von ihm gelesen, oder?

    Annika Fasching

    Wenn sie so lange Sätze wie Thomas Bernhard geschrieben hätten, wäre der Webspace bald voll.

    siglinde

    wollen sie damit subtil hervorheben, dass sie besonders viel von ihm gelesen haben?

    Ali

    Nachhaltigkeitsnazis wird in meinen Wortschatz übernommen.

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