30 Grad im Mai: Macron und Scholz wollen mit Marcus Wadsak verhandeln


Scholz, Macron, Wadsak
Ludovic Marin / AFP / picturedesk.com (M)

Vor wenigen Tagen kündigte er es an, nun machte der „irre Wetter-Diktator“ (orf.at) Marcus Wadsak seine Drohung wahr: Eine Hitzewelle mit 30 Grad, mitten im Mai! Für Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und den deutschen Kanzler Olaf Scholz bleibt nur noch ein Ausweg: Sie wollen mit dem „Sonnenstalin vom Küniglberg“ (Teletext) verhandeln.

WIEN, BERLIN, PARIS – Nervös greift der französische Staatspräsident Emmanuel Macron zum Hörer. Er bekreuzigt sich zweimal und ruft beim ORF-Kundendienst an. Jetzt ist diplomatisches Fingerspitzengefühl gefragt. „Guten Tag, Macron, also folgendes, ich will mich beschweren, dass ihr an Gladiator-Film zeigt’s wo ihr alles rausschneidet, ihr Kübeln, und zweitens, bitte verbindet’s mich mit dem Wadsak!“

Die ORF-Warteschleifenmusik dröhnt aus Macrons Handy. Schweißgebadet sitzt er an seinem Schreibtisch im Élysée-Palast, sein Lächeln wirkt gequält, zu viel steht hier auf dem Spiel. Dann ist es endlich soweit, er wird durchgestellt. „Na, wie wird das Wetter? Gibt es eine Hitzewelle?“, fragt er unsicher. „Hitzespezialoperation“, bessert ihn Wadsak eiskalt aus.

Genüsslich teilt der „vielleicht fescheste Wetterdespot der Welt“ (New York Times) seinen Bildschirm und präsentiert Macron den 14-Tage-Trend. „Anfang Juni erwarten wir milde Saharaluft in Paris und Umgebung bei angenehmen 50 Grad im Schatten. Bon Appetit.“

Wadsak selbst behauptet, es bliebe ihm keine andere Wahl. „Der CO2-Gehalt wird unter Führung der USA aggressiv erweitert, der Meeresspiegel rückt immer näher Richtung Osten an unsere Landesgrenzen, das bedroht unsere Sicherheit“, erklärt er und stellt im ORF-Studio den Regler hoch auf „320 Grad ab Juli“.

Offener Brief

Einige Augenblicke später taucht das Gesicht von Olaf Scholz im Zoom-Call auf. Der deutsche Kanzler holt einen offenen Brief aus seiner Hosentasche. Erst vor wenigen Stunden wurde er von 28 deutschen Intellektuellen aufgefordert, keine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 mehr zu exportieren, um weitere Sonnenbrände zu verhindern.

Schwierige Suche nach Kompromiss

„Wir müssen ihm eine gesichtswahrende Lösung bieten“, fordert Macron. „Die Große Wettershow, täglich ab 20:15 Uhr mit ihm auf ORF 1 und ORF 2.“ Der polnische Premier Mateusz Morawiecki reagiert wütend: „Was?! Seinen Forderungen nachgeben? Das bestärkt ihn doch nur! Als Nächstes will er auch noch die Millionenshow moderieren und nur Fragen über’s Wetter stellen. Das dürfen wir als westliche Welt nicht zulassen!“

Wadsak zu stürzen sei unmöglich. „Der sitzt da oben am Küniglberg, kein Soldat der Welt will sich das antun, dort rauf zu fahren mit drei Straßenbahnen und fünfmal Bus umsteigen.“ Außerdem wurde das ORF-Gebäude als Atombunker angelegt, deren verwinkelte Betongänge ohne Tageslicht schwieriger einzunehmen sind als das Azovstal-Gelände.

Schon seit Jahren versuchen Ermittler aus Den Haag erfolglos, die ORF-Programmentwickler wegen Menschenrechtsverstößen anzuklagen. „Familiensache, Vorstadtweiber, darauf stehen 30 Jahre schwerer Kerker!“, erklärt Richter Konstantin Sperat. 

Spekulationen um Gesundheitszustand

Im Netz kursieren unterdessen wilde Spekulationen um Wadsaks Gesundheitszustand. „Er war während Corona ständig nur im Wetterstudio, ist isoliert und bekommt nur mehr die Meldungen von der Hohen Warte. Offenbar hat er nichts mehr zu verlieren und möchte Europa jetzt noch einmal mit einer Hitzewelle knechten“, erklärte ein US-Geheimdienstler, der anonym bleiben möchte. 

Schon seit Jahren wird Wadsaks Rhetorik radikaler, seine Prognosen immer gnadenloser, das Wetter immer heißer. Eines ist allen Beobachtern klar: Nur ein vereintes Europa kann ihn stoppen.

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So schade, dass der Knastibasti nicht mehr hier ist. Denn der würde die Hitzeroute wie gewohnt mir nix dir nix schließen und vom Schmähammer-Karli alle illegalen Celsius abschieben lassen.

Bitte provoziert den Wadsak nicht noch mehr, sonst ändert er seine Taktik und reagiert mit Minusgraden im Juli. Das würde zwar die Wadsak-treuen Skiliftbetreiben stärken, für die Gesamtsituation aber fatal sein.

Warte hier auf die Kommentare der Wadsak-Versteher…

Ist doch klar, wenn er weiter provoziert wird dreht er das Thermostat auf 640° !

na geh, seid’s ned so streng mit’m Wadlsackl!

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