Paukenschlag nach den jüngsten Entwicklungen in der Türkei! Die EU zieht die Notbremse und bricht die Beitrittsverhandlungen wegen der problematischen demokratiepolitischen Entwicklungen ab. Sie will den Expansionskurs trotzdem fortsetzen und einen neuen Beitrittskandidaten in Position bringen: Den zuletzt umstrittenen IS.

„Ja, uns trennt viel“, gesteht EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem IS-Kalifen Abu Bakr al-Baghdadi ein. „Aber machen nicht Unterschiede das Leben so viel reizvoller? Und außerdem heißt es ja: Was sich liebt, das neckt sich.”

Reformen gefordert

Bis zum Beitritt besteht dem jungen Land noch ein langer Weg bevor. „Der IS wird viele Reformen umsetzen müssen“, meint Juncker. So sind im Islamischen Staat nach wie vor die gefährlichen 100-Watt-Glühbirnen erlaubt. Auch müssen Speisekarten noch nicht auf Allergene hinweisen. Das könnte die Beitrittsverhandlungen verlängern – „um bis zu vier Monate”.

Startschwierigkeiten

Insider berichten jedoch von ersten Problemen. So wurde ein erster Gesandter aus Brüssel, der nach Rakka reiste, enthauptet und mit einem „Tod den Ungläubigen!“-Schild auf einem Pferd zurückgeschickt. Juncker selbst bestätigt lediglich “kleine Stolpersteine” bei den Verhandlungen.

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Grüne Kritik

Kritisiert wird die Aufnahme der Verhandlungen von den Grünen. „Die Ideologie des IS ist einfach zu rückständig“, meint Grünen-Chefin Glawischnig. „Das beweist etwa die neueste Terrordrohung gegen den Westen. Diese ist absolut katastrophal gegendert.“

Gefährliche Abhängigkeit

Heftige Kritik kommt auch von FPÖ-Chef HC Strache: “Wir dürfen uns hier nicht in eine gefährliche Abhängigkeit begeben. Der IS schürt die Ängste der Menschen perfekt, diese Aufgabe müssen wir in Zukunft noch viel stärker als bisher selbst wahrnehmen.”

(Jergitsch/Huber. Foto: Montage)