Nach Erwin Pröll wird nun auch Josef Pühringer bald für immer aus der Politlandschaft verschwinden. Der WWF warnt deshalb vor dem Aussterben der Gattung „Landeskaiser Austriacus“ und stellt nun mit Michael Häupl das letzte Alphamännchen dieser Spezies unter Artenschutz.

„Wir müssen rasch handeln, bevor es zu spät ist“, warnt ein WWF Sprecher heute im Rahmen einer Pressekonferenz. Der seit 1994 durch Wien streunende Häupl darf ab sofort weder gefangen genommen, noch abgeschossen werden. Nicht einmal von seiner eigenen Partei. Der Erhalt der Landeskaiser ist für das Ökosystem wichtig. Sind sie einmal aus der politischen Landschaft verschwunden, hat die Regierung keine natürlichen Feinde mehr.

Patenschaft übernehmen

Lokalaugenschein auf der Mariahilferstraße. Um Häupl zumindest noch über den Winter zu bringen, sammeln junge WWF-Mitarbeiter aktiv Spenden, wie auch einer der Tagespresse-Redakteure erfahren musste. „Eeeeey, soooorry, du mit dem Vollrausch! Hast du mal ne Sekunde für den Michi“, schreit eine junge Frau und jongliert gekonnt mit ihrer Mappe, aus der sie Aufnahmen eines traurigen Häupls hervorholt.

Häupl weiterhin zufrieden

Häupl selbst bekommt von all der Aufregung zum Glück nichts mit. Spielerisch rollt er sich von einem Heurigen zum Nächsten und knabbert eifrig an ein paar Wurstsemmeln, die er unter einem Berg voller Blätter findet, die vor seinem Drucker liegen. Etwa um Dienstag Mittag ist es dann so weit: „Sein Körper signalisiert ihm, dass es Zeit für den Winterschlaf ist“, erzählt ein Wiener Förster. „Häupls Blutdruck fährt dann drastisch herunter auf 190 zu 150.“