Inland

Österreich ab sofort wieder ganz normale homophobe Bananenrepublik

Österreich

Die Party ist vorbei! Nach dem Ende des Song Contests kehrt Österreich wieder zum Alltag zurück und wird ab sofort wieder dieselbe, ganz normale homophobe Bananenrepublik wie vor dem Bewerb. Das gab heute die Regierung bekannt.

„Einen Spaß hamma g‘habt mit den Schwuchteln und Transen und Würsten“, bestätigte Vizekanzler und ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner im Café Landtmann gemeinsam mit Kardinal Christoph Schönborn. „Aber mia san mia, der Song Contest ist vorbei. Ab jetzt besinnen wir uns wieder auf die uns wichtigste, urösterreichische Freiheit, die uns die heilige Bibel garantiert: die Freiheit, Menschen aufgrund ihrer Sexualität zu diskriminieren.“

Doch der ÖVP-Chef wahrte auch den Anspruch auf Modernität: „Die Volkspartei ist durch und durch fortschrittlich. Wir orientieren uns seit dem letzten Parteitag nicht mehr am Alten Testament, sondern nur mehr am Neuen.“

Auch das Wiener Stadtbild kehrt endlich wieder zu seinem Ursprungszustand zurück. Funktionäre der Jungen Volkspartei werden in den kommenden Tagen sämtliche homosexuelle Ampelpärchen durch heterosexuelle Pärchen in Lederhose und Dirndl ersetzen. Zum Zeichen der Modernität werden die Pärchen kein Bier in der Hand halten, sondern ein Vodka-Redbull.

Auch aus den singenden Kanaldeckeln werden schon bald keine internationalen Hits mehr erklingen, sondern nur mehr traditionelle heimische Musik wie etwa DJ Ötzi.

Werner Faymann, der während des Gesprächs im Café Landtmann schweigend am Nebentisch saß, wollte sich nicht äußern. Er plant gerade eine Österreich-Tour zu all seinen Fans durch die größten heimischen Seniorenheime.

Enttäuscht zeigten sich über den Schritt die Flüchtlinge in den Zeltstädten in Oberösterreich. „Ich dachte einige Tage lang, Österreich ist tolerant und offen gegenüber anderen Menschen“, meint Kriegsflüchtling und Zeltstadtbewohner Khaled aus Syrien, während er näher an die Feuerstelle vor dem Zelt rückt.

Weiterlesen: Frisör wird nicht fertig: The Makemakes sagen Song-Contest-Auftritt ab

(Foto: Fotolia.com)

9 Kommentare

9 Comments

  1. Illumin232135

    01.06.2015 um 02:19

    A Song is ned glei Musik ,

    einziges Vorhaben
    oder Aufgabe
    des degenerierten
    Geschlechtsfixiertem
    ist

    die homophobe Programmierung des Landes

  2. Ax

    29.05.2015 um 13:52

    „…Wir orientieren uns seit dem letzten Parteitag nicht mehr am Alten Testament, sondern nur mehr am Neuen.“

    Wer sich die Mühe gegeben hat, es aufzuschlagen kann sich es nur wünschen.
    Die Anderen werden weiterhin reden un schreiben von etwas, dass sie nicht kennen, hauptsache: Mitmachen und mitschwimmen.

    Nun schalte ich den Ironie-Modus wieder ein.

  3. Hans Doppel

    26.05.2015 um 20:50

    Die hätten mehr Punkte bekommen und man hätte sich weniger genieren müssen:
    https://honzosblog.wordpress.com/2015/04/18/dead-in-se-head/

  4. N. Darabos

    26.05.2015 um 10:58

    Tja der Kanzler geht auf Tournee und wird in den Seniorenheimen sogar Autogrammstunden geben. Klar dass da die ÖVP mit ihren plumpen Modernisierungsideen wieder versucht, die Themenführerschaft zu übernehmen.

    Am Ende wird ihnen das aber nicht viel helfen. Wir von der SPÖ wissen längst, wo die Wahlen entschieden werden.

    ND

    • DieTagespresse

      25.05.2015 um 11:35

      Danke für den Hinweis!

  5. Ritschi

    24.05.2015 um 18:38

    Toleranzjodler 2015

    i tolerier di eh

  6. Reinhardherbsr

    24.05.2015 um 18:21

    Man merkt an diesem Artikel wiedermal sehr deutlich, wie sehr die nicht von Jürgem Marschal geschriebenen Beiträge qualitativ von den anderen abfallen. Schade eigentlich..

  7. Tschohanson

    24.05.2015 um 14:25

    Der letzte satz war dann doch etwas hart.
    Aber ansonsten stoff der zum nachdenken anregt.

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