Chronik

Kein Fleisch, kein Blut: Erstes veganes Baby in Wien-Neubau geboren

Ernest F/CC-BY-SA 3.0, Montage

Ärzte aus Wien-Neubau melden eine medizinische Sensation: In einer Hipsterfamilie wurde heute das erste vegane Baby der Welt geboren. Dieses besteht nicht aus Fleisch und Blut, sondern ausschließlich aus Tofu und Smoothies.

„Der Körper des Kindes besteht ausschließlich aus pflanzlichem Gewebe“, erklärt Dr. Ruth Strombauer kurz nach der Hausgeburt auf einem Tischfußballtisch eines Co-Working Spaces im 7. Wiener Gemeindebezirk.

„Außerdem fließt in den Adern kein Blut, sondern eine Art Spirulina Smoothie.“ Da sich die Eltern seit Jahren vegan ernähren, habe der Körper wegen der Abneigung gegenüber Tierprodukten die DNA von sich aus verändert und ein veganes Kind geboren.

Glückliche Eltern

Das Baby kam kerngesund zur Welt. „Das ist super, aber auch ein wenig schade“, zeigt sich der Vater enttäuscht. „Ein paar Allergien und Unverträglichkeiten wären schön gewesen, damit man beim Smalltalk leichter mit Leuten ins Gespräch kommt.“

Das Baby wird vorerst nicht getauft und soll auch keinen Namen bekommen. „Wir wollen, dass sich unser Kind später selbst entscheidet, welche Religion und welches Geschlecht es haben will. Wir werden unserem Kind keine Grenzen auferlegen!“, zeigt sich der Vater stolz, während er dem Baby das Milchfläschchen entreißt, welches das Kind instinktiv an sich genommen hat.

Evolution reagiert

Während die Eltern überglücklich sind, ist zu bezweifeln, ob die Zuneigung auf Gegenseitigkeit beruht. Eine Krankenschwester berichtet unter vorgehaltener Hand, das Baby habe beim Anblick seiner Eltern versucht, selbst in die Babyklappe zu krabbeln.

In Österreich war das vegane Baby übrigens nicht das erste Neugeborene, das Mutter Natur an die Verhaltensweisen der Eltern angepasst hat, wie ein Medzinier erklärt: „In Döbling haben wir schon Kinder beobachtet, denen wachsen keine Milchzähne mehr, sondern Goldzähne.“

In Floridsdorf hingegen werden immer mehr Kinder geboren, die bereits unmittelbar nach der Geburt zum Überleben nicht die Mutterbrust verlangen, sondern gleich die Mindestsicherung.

44 Kommentare

44 Comments

  1. 42 ist die Antwort

    26.04.2017 um 23:53

    Was mich jetzt noch interessiert ist: „Wie sieht es eigentlich mit der Lebenserwartung der neuen Spezies aus“. Tendiert das Neugeborene eher in Richtung nicht winterhartes junges Gemüse oder eher in Richtung 1000 jähriger Eiche. Das möchte ich echt noch gerne wissen – weil so, in der Form, ist der Artikel einfach lückenhaft um nicht zu sagen oberflächlich recherchiert :-)

  2. Rainer Strzolka

    25.04.2017 um 13:31

    Ich bin der Tagespresse sehr dankbar dafür, daß sie diesen informativen Bericht gedruckt hat, auch wenn sie dafür sicherlich viele Anfeindungen einstecken muß. So muß Qualitätsjournalismus sein!
    Ich werde mich sofort in eine geschlechtsneutrale Singlebörse subskribieren und nach einer Frau suchen, mit der ich ein solches Baby zeugen, gebären und zu einem wertvollen Staatsbürger machen kann. Danke, Tagespresse, Danke

  3. Wolfgang Sokotba

    24.04.2017 um 10:42

    Esst mehr Schwein,es schmeckt so fein.

  4. a deitscher

    24.04.2017 um 10:08

    Wenn man bedenkt, welche Schmerzen die meisten Mütter bei der Geburt durchleiden, kann man eigentlich nicht davon sprechen, dass ein Kind „vegan“ ist oder „ohne tierisches Leid“ entstanden ist.

    Vom Stillen will ich mal erst gar nicht anfangen.

    • Elisa

      24.04.2017 um 21:11

      ich hoffe, das sollte ein Scherz sein

      • Dankwart Bette

        25.04.2017 um 22:18

        Sag so etwas nicht. Es lässt Dich dumm erscheinen.

  5. Gembinski

    24.04.2017 um 08:22

    Gibt es eigentlich Studien wie sich vegane Ernährung während der Schwangerschaft auf das Baby auswirkt? Grundsätzlich muss jeder selbst wissen wie er sich ernährt, nur wenn der Körper reagiert ist das immer ein Zeichen einer Mangelerscheinung, egal ob bei Fast Food oder Vegan

  6. Eva

    23.04.2017 um 19:58

    Das muss der Messias der Veganer sein! Und als seine Eltern noch verhütet haben, haben sie es bestimmt total vegan gemacht – auch wenn das fast unmöglich ist: https://evameintsgut.de/verhuetung-fuer-veganer/

  7. Miriam Kipp

    22.04.2017 um 19:56

    Durch genau solche Antworten manövriert ihr euch selbst ins Aus Liebe Veganer! Niemand hetzt gegen euch, aber ihr bindet einfach immer sofort jedem der es ist gar nicht hören will sofort auf die Nase wie furchtbar wir Tiermörder und aasfresser doch sind. Oder lacht ihr etwa nicht über Blondinenwitze??

    • a deitscher

      24.04.2017 um 10:12

      Ich hab – als Allesfresser – eigentlich die genau gegenteilige Erfahrung gemacht: Leg mal in einer größeren Gruppe eine Scheibe marinierte Zucchini auf den Grill – da kommen sofort Kommentare a la „Fleisch ist mein Gemüse“, „Du isst meinem Essen das Essen weg!“, „Ich esse nichts, was keine Seele hatte“ oder „Ich zähl jetzt bis drei und dann ist das Grünzeug weg von meinem Grill!“

      Klar, auch das macht nicht jeder – aber solche Kommentare hab ich schon deutlich häufiger gehört als „missionierende“ Vegetarier oder Veganer.

  8. Lea

    22.04.2017 um 18:25

    Ich finde das immer so erbärmlich, wie Leute sich über vegane Ernährung lustig machen. Nur weil sie es selber nicht schaffen oder weil man anders ist. Ich lache doch auch nicht über eure Religion etc.
    Das ständige heruntermachen der Ernährung erscheint mir auch etwas wie eine Propaganda.

    • Hermann

      22.04.2017 um 19:32

      besser als der Artikel selbst!

    • Caro

      22.04.2017 um 19:37

      Lea, du hast völlig recht. Diese dämlichen Kommentare sind einfach nur noch langweilig und ohne Sinn. Seit ich keinen Tieraas mehr zu mir nehme, geht es mir gesundheitlich sehr viel besser, meine Blutwerte sind einfach nur geil, so sagte es mein Arzt. Außerdem habe ich, bis jetzt , 20kg abgenommen. Also, wer sagt das Vegan leben ungesund sei, lügt ganz einfach. Natürlich muss man es schon richtig angehen, sprich man muss sich gründlich informieren. Ganz wichtig !!! LG an dich , Lea

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