Inland

Für Inventar gehalten: Josef Cap nach Parlamentsumzug aus Übersiedlungskarton befreit

FivePics / Depositphotos

Vor dem Parlaments-Übergangsquartier am Wiener Heldenplatz wurden heute japanische Touristen auf einen Umzugskarton aufmerksam, aus dem laute Zwischenrufe drangen. Als die herbeigerufene Polizei den Karton öffnete, sprang ihnen ein sichtlich gezeichneter Josef Cap entgegen.

Dieser hielt einen 5-stündigen Monolog über die Verwaltungsreform und fiel dann gemeinsam mit den Beamten in Ohnmacht. Im Krankenhaus stellte sich heraus, dass Cap wohl mehrere Tage lang im Karton eingeschlossen war.

Fataler Irrtum

Grund für diesen Vorfall war offenbar ein grobes Missverständnis bei einem Mitarbeiter der mit dem Umzug betrauten Spedition: „Der Chef hat gesagt, ich soll das ganze verstaubte Graffl, was schon seit über 30 Jahren hier rumsteht und unnötig Platz verbraucht, in Kartons verpacken“, rechtfertigt sich der erst vor wenigen Tagen eingestellte Möbelpacker Werner F. sichtlich zermürbt.

Glück im Unglück

Dass Josef Cap das Martyrium überhaupt überlebt hat, grenzt an ein Wunder, wie er selbst schildert: „Zum Glück befand sich von der letzten Nationalratssitzung noch ein völlig verschwitztes Unterleiberl von Matthias Strolz im Umzugskarton. Daran konnte ich 5 Tage lang nuckeln, um nicht zu verdursten.“

Seinen Hunger stillte Cap mit seltsam riechenden Keksen, die er in einem grünen Stoffsackerl mit der Aufschrift „Bio macht schön“ fand: „Wenn ich daran denke, dann muss ich heut noch lachen, hahahaha!“ Leider habe er von den Keksen aber nur noch mehr Heißhunger bekommen, schildert er.

Weitere Opfer

Doch das SPÖ-Urgestein ist nicht das einzige Opfer der Parlamentsübersiedlung. Wie erst jetzt bekannt wurde, fiel Team-Stronach-Klubobmann Robert Lugar der Entrümpelung zum Opfer.

Der beauftragte Altwarenhändler schätzte Lugar mit den Worten „Den kann ich nicht mal mehr dem Lopatka andrehen!“ für unverkäuflich ein. Er wartet seitdem im Basar der MA 48 verzweifelt darauf, dass er von seinem „reichen Onkel aus Amerika“ abgeholt wird.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. KR. Sch.Aumschläger

    05.07.2017 um 20:46

    Das Problem des Altwarenhändlers: Wohin mit den beiden, zum Rest-od.Sondermüll.

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