Vom Westbahnhof direkt und ohne Umsteigen in eine Steueroase: Das ist schon bald möglich. Denn der Möbelriese Ikea eröffnet am Bahnhof eine Filiale und schafft damit die erste derartige Direktverbindung am wichtigen Drehkreuz.

Mehr Komfort

„Früher mussten die Wiener umständlich mit der Badner Bahn in die Shopping City Süd, oder zum Ikea in die Donaustadt wenn sie ihr Geld in eine Steueroase schicken wollten”, erklärt der stolze Geschäftsführer bei der Unterzeichnung des Mietvertrags.

Die Kunden sind begeistert: „Jetzt im Dezember ist es eh so finster und kalt. Da ist es schön zu wissen, dass wenigstens mein Geld bald tropische Sonne genießen kann“, erzählt Rudolf T., während er seine neue Einbauküche in die U6 schiebt.

Ikea betreibt schon jetzt Filialen in allen wichtigen Städten Österreichs sowie in St. Pölten.

Viel Konkurrenz

Doch ein Brancheninsider sieht die schwedische Kette in einem harten Konkurrenzkampf: „Für Ikea wird es schwer, seine Steuerhinterziehung auszuweiten. Denn als Kunde kann man bereits jetzt sein Geld bequem über eine der 43.000 Wiener Starbucks-Filialen in Steueroasen schicken.“

Mehr Kommerz

Die Kommerzialisierung am Westbahnhof ist jedoch noch nicht am Ende. In der IKEA Filiale wird ab 2017 eine Starbucks Filiale eröffnen, in der wiederum ab 2018 eine weitere IKEA Filiale aufsperrt.

(Jergitsch/Marschal. Foto: Sven Gross-Selbeck/Wikipedia, Montage, CC-BY-SA 3.0)