Die Hitzewelle der vergangenen Wochen hat ernsthafte Folgen nach sich gezogen. Die Flora und Fauna in Tirol wurde durch das ungewohnt heiße Augustwetter beeinträchtigt. Besonders stark betroffen war das heimische Braunvieh. Die Tiroler Kühe geben wegen der Hitze seit Tagen nur noch pasteurisierte Milch.
„Es isch a Luada. Wegen der scheiß Hitz geben meine Kia koa frische Milch mea, sondern lei mehr so an erhitzten pasteurisierten Schas. No a Grad mehr und es kimmp glei H-Milch ausa“, zeigt sich ein Wipptaler Bauer besorgt von den Zuständen auf den Tiroler Weiden.
Andere Tiroler Landwirte machen aus der Not jedoch eine Tugend. So hat ein Zillertaler Bauer etwa eine neue Methode erfunden, bei der er die Kühe mit Kaffeebohnen füttert und die Euter vor dem Melken 20 Minuten kräftig durchschüttelt. Die Gäste auf seiner Alm sind von dem Cappuccino naturale begeistert, so der Bauer.
Fleischqualität
Aber nicht nur den Milchbauern macht die Hitze zu schaffen. Auch die Tiroler Metzger leiden unter den Temperaturen. Über 100 Kilo frisches Rindsfilet, das eigentlich für Steaks vorgesehen war, musste am Wochenende alleine in Tirol weggeworfen werden. Das Fleisch war bereits vor dem Schlachten der Kühe nicht mehr medium.
Über die Hitze freuen können sich hingegen die Gemüsebauern. Das auf mehreren Maisfeldern im Raum Innsbruck erhältliche erntefrische Popcorn To Go ist bereits jetzt ein Renner.
(Michael Mingler)


