Wirtschaft

Roboter ersetzen immer mehr Berufe: Wiener (56) verliert Job als USB-Stick

Trauriger Mann

Immer mehr Roboter bringen die menschliche Arbeitskraft unter Druck. Nun verlor der Wiener Alois Hudlböck (56) seinen geliebten Job als USB-Stick. Gemeinsam mit Hudlböcks Arbeitsplatz könnte dieser jahrhundertealte Lehrberuf schon bald aussterben.

Familientradition

„Schon mein Opa war USB-Stick, das hat bei uns lange Familientradition“, erzählt Hudlböck. „Leider konnte er sich am Schluss immer weniger merken, aber das gehört zum Berufsrisiko.“

Nun scheint die Tradition zu einem tragischen Ende zu kommen. „Ich habe meinen Job geliebt, aber am Schluss habe ich mich immer öfter mitgenommen und benutzt gefühlt“, so Hudlböck.

Im Stich gelassen

Hudlböck erhebt weitere schwere Vorwürfe gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber: „Anfangs war alles super. Aber jetzt, wo sie mich nicht mehr brauchen, haben sie mich einfach entfernt, ohne mich korrekt auszuwerfen.“

Umschulung

Um auf dem Arbeitsmarkt bestehen zu können, will sich Hudlböck nun umschulen lassen. Nach seiner Karriere als USB-Stick wird er, wenn alles klappt, schon bald sieben Tage pro Woche 24 Stunden am Tag in einem Privathaushalt als WLAN-Router arbeiten. „Das ist doch ein gutes Signal“, freut sich Hudlböcks AMS-Betreuer, während er das WLAN testet und Hudlböck anerkennend auf die Schulter klopft.

(Sebastian Huber. Foto: Stephen Orsillo/123rf)

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