Erneute Trikot-Panne bei Red Bull: Ulmer spielt in Dress von Austria Salzburg

Nachdem Andreas Ulmer bereits im Spiel gegen FK Liepāja mit einem Dress von RB Leipzig aufgelaufen war, gab es nun einen weiteren Zwischenfall in der Champions-League-Qualifikation. Gegen Partizani Tirana spielte der Salzburger 90 Minuten im weiß-violetten Austria-Trikot.

Bei den Bullen bemerkten weder die Spieler noch deren Betreuer die Panne. „Für mich war alles wie immer“, erklärt Ulmer, nachdem er sein Gesicht mit seinem Rapid-Handtuch abgetrocknet hat. Dass seine Mitspieler ihn nicht in ihr Spiel eingebunden haben, war für ihn nicht ungewöhnlich. „Ich würde mir den Ball auch nicht zuspielen.“

Noch keine Erklärung gefunden

Auf die Frage, ob man sich diese häufigen Pannen erklären könne, antwortet der sonst so redegewandte Óscar Garciá: „No.“ Auch Christoph Freund ist ratlos. „Wir wissen nicht, wie so etwas passieren kann. Ich habe jedem Spieler persönlich sein Trikot hingelegt“, versichert der sportliche Leiter, während er sich seinen Grödig-Schal über die Schulter wirft. „Wir werden die Vorfälle mit unserem Betriebsrat besprechen. So etwas darf nicht mehr passieren!“

Austria Salzburg mit Schadenfreude

Bei der Austria erfuhr man erst später von diesem Skandal. „Die komplette Mannschaft hat sich im Vereinsstüberl getroffen, um das Spiel auf dem Fernseher zu verfolgen. Erst als dann alle vier Spieler da waren, ist uns aufgefallen, dass den schon der Gerichtsvollzieher mitgenommen hat“, berichtet Obmann Hütter enttäuscht.

Als man schließlich in der Zeitung darüber las, war die Schadenfreude über das falsche Trikot groß. „Wenn ein Verein nicht mehr genug Geld für solche Kleinigkeiten hat, sollte man doch besser zusperren.“

(Daniel Herndler. Foto: Wikipedia/Steindy/Montage, GNU)