IS bekennt sich zu neuem FPÖ-Plakat

Die Serie grausamer Attentate des sogenannten Islamischen Staats reißt nicht ab. Nach den schrecklichen Verbrechen in Nizza und Würzburg hat sich der IS nun zur nächsten Barbarei bekannt. Wie die IS-nahe Nachrichtenagentur „Amak“ berichtet, steckt die Terrororganisation nämlich auch hinter dem neuesten FPÖ-Plakat.

Verdeckter Kämpfer

„Ja es ist wahr, der Werbetexter der FPÖ-Tirol ist einer unserer Kämpfer“, gibt IS-Führer Abu Bakr al-Baghdadi in einer Videobotschaft zu. Demnach hat der IS ihren Kämpfer HassAn Al-Fabet über die FPÖ-nahe Burschenschaft Legasthenia, bei der die FPÖ regelmäßig Personal rekrutiert, in den Parteiapparat eingeschleust.

Als Werbetexter soll HassAn Al-Fabet seit 2010 unzählige FPÖ Plakate gezielt manipuliert haben, um so die westliche Welt zu irritieren und zu destabilisieren. Berichten zufolge ist der IS so österreichweit für knapp 200 FPÖ-Slogans und Plakate verantwortlich, von „Heimatliebe statt Marokkanerdiebe“ über „Glockenklang statt Muezzingesang“ bis hin zu „Komasaufen statt Amoklaufen“.

IS-Handschrift

Für Experten kommt diese Enthüllung allerdings nicht überraschend. „Ein solch grausamer Angriff auf den gesunden Menschenverstand wie das neue FPÖ-Plakat ist nur dem IS zuzutrauen“, weist etwas Politikexperte Filzmaier auf die typische IS-Handschrift bei den FPÖ-Slogans hin.

Filzmaier zufolge hätte man bereits früher erkennen müssen, wer hinter den Plakaten steckt. „Der Kampf der Kulturen, den die FPÖ auf ihren Plakaten ausruft, ist ja genau, was der IS will. Die FPÖ selbst würde diesen Gefallen dem IS natürlich nie tun“, gibt der Politologe zu bedenken.

(Michael Mingler)