Nach dem Double-Sieg ist die Feierlaune von Red Bull Salzburg abrupt zu Ende. Die Hälfte der treuen Fans wandert zu Ligakonkurrent Rapid ab. Alle drei zieht es nach der Matura in die Bundeshauptstadt.
Sportdirektor Christoph Freund nimmt den Verlust mit Wehmut zur Kenntnis: „Wir kannten uns gut. Ich habe unsere Fans vor jedem Spiel immer persönlich begrüßt. Diese zwei Minuten waren sie mir als Sportdirektor schon wert.“
SK Rapid heißt Fans willkommen
Rapid freut sich über den Fanzuwachs aus Salzburg. „Damit steigt die Anzahl der Zuschauer mit Schulabschluss auf drei. Darauf sind wir sehr stolz!“, gibt Sportchef Andreas Müller bekannt. Ex-Salzburgfan Markus (17) kann die kommenden Spiele im neuen Rapid-Stadion kaum erwarten: „Wir wollen uns schon mal auf das Leben nach dem Psychologiestudium vorbereiten. Deshalb feiern wir schon jetzt gemeinsam mit den alkoholisierten Arbeitslosen die Rapid-Viertelstunde.“
Auf der Suche nach neuen Fans
RB-Geschäftsführer Jochen Sauer will nun neue Fans in die Arena locken. Jeder neue Fan soll eine Palette Red Bull gratis nach Hause geliefert bekommen. Farid (13) findet die Idee super: „Als Schüler kann man nie genug Mischgetränke auf Lager haben. Vodka allein schmeckt ja nach nichts.“
Zudem hofft man auf Unterstützung aus Grödig. „Der SV Grödig ist zwar abgestiegen, aber verglichen mit uns war die Grödiger Fanbase gewaltig. Sie sind einseitigen Fußball ja gewohnt. Vielleicht können wir den ein oder anderen überzeugen.“, gibt sich Freund zuversichtlich.
(Daniel Herndler. Foto: Werner100359/Wikipedia, CC-BY-SA 3.0)


