Die ÖVP greift durch: Nach seiner erstinstanzlichen Verurteilung wegen Anstiftung zum Amtsmissbrauch musste August Wöginger am Wochenende eine historische Wahlschlappe hinnehmen. Statt 96,1 Prozent im Jahr 2021 stimmten diesmal nur noch 95,9 Prozent der ÖAAB-Delegierten für ihn. Das Ergebnis beweist, dass die Volkspartei eine Verurteilung wegen Amtsmissbrauch nicht verzeiht.
HAAG – Mit offenem Mund starrt Wöginger auf den Bildschirm, der ganze Saal hält den Atem an. Nur 95,9 Prozent Zustimmung – ein Minus von sage und schreibe 0,2%. In der stickigen Mehrzweckhalle hat sich soeben eines der heftigsten politischen Erdbeben in der Geschichte Österreichs ereignet.


