Kein Geld mehr: Grazer KPÖ besiegt Kapitalismus

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Noch vor wenigen Jahren befand sich Graz fest in den Klauen der Hochfinanz. In den Stadtkassen lagen Millionen Euro. Doch diese Zeiten gehören der Vergangenheit an. Elke Kahr, Generalsekretärin der Kommunistischen Partei Graz, verkündete heute den Sieg über den Kapitalismus. Die Stadt besitzt keinen Cent mehr. 

STALINGRAZ – Zufrieden tritt Genossin Elke Kahr ans Podium. Der Bericht des städtischen Volkskommissariats für Finanzen an das Politbüro könnte gar nicht besser ausfallen. Die kapitalistische Erfindung „Geld“ konnte ein für alle Mal aus der Stadt verbannt werden – Graz ist frei vom bürgerlichen Konzept des Zahlungsmittels. 

  • Wenn Magnus Brunner das Geld ausgeht, dann ist das solide Wirtschaftspolitik, wenn Elke Kahr das Geld ausgeht, dann ist das der böse Kommunismus. Man sollte sich daran orientieren, wer von den Ausgaben profitiert: diejenigen, die eh schon zu viel haben oder diejenigen, die es nötig haben.

  • Die Kassen leer, die Taschen voll. Ausgeräumte Clubkassen, geschredderte Buchhaltungen, verdeckter Nepotisten-Postenschacher in fraktionierten Umfeldorganisationen, ein Holding-(Miss)Management ohne ISO9000 im doppelt beschäftigten Head-Account.

    Mittig-rechts landesregiert eine verhinderte Grundsteuer-Novelle, eine ersatzlos stornierte Leerstandsabgabe, sowie ein verhindertes günstiges Geothermie-Projekt. Kein Problem.

    Die Grazer Stadtregierung frisst die Krot, auf guat, såftig, steirisch. (Im Land seit Kunsasek großdeutsch nur mehr steier-märkisch!)

    Der Letzte macht dann bitte das Licht aus.

    • Und als Sahnehäubchen auf der Torte populistisch fetter Mediengewalt, fordert(!) der Blaue Landeshäuptling in prominenter Wirtschaftskomplizenschaft nun noch ein millionenschweres Fußballstadion-Ausbauprojekt, von der Stadt zu 1/3 mitfinanziert, dazu. (Nach derzeitigem Verhandlungsstand, präsentierten die beiden Großklubs einen gemeinsamen Nutzungsvorschlag zur betriebswirtschaftlichen Ertragsoptimierung, die Stadt könnte diese Liegenschaft im Gegenzug aber auf eigene Kosten in Stand bringen und in Schuss halten…)

      • Der ewige Streit um das Grazer Stadion. Eine unendliche Geschichte.
        Wozu braucht ein steirischer Klub auch ein Stadion? 🫣🙃
        Fußball gibt es ja nicht außerhalb von Wien… 🥴

      • @ EB

        Ein Fußballstadion State of Art soll nicht nur, nein, muss sein, wenn sie nicht nur in der BL professionell und erfolgsorientiert reüssieren, sondern auch in der int. Auslage spielen im ansehnlichen Werbewert. Als Kulturträger also VolKsgut (und kein mißbrauchtes VolxDrama). Brot & Spiele – soll so sein.

        Aber wenn sie ab mitte-rechts sonst immer den „linken“ Anspruch einer Vollkasko-Mentalität kritisieren, an die leistungsorientierte Eigenverantwortlichkeit appellieren, sollten’s das halt auch in solchen Projekten beherzigen, wenn’s die „Öffentlichkeit“ zwar finanzieren / hinstellen + servieren sollte, Kicker-Checker im Sponsoren-Club aber nur glänzen & kassieren wollen…

    • Ausnahmsweise ernst, sorry. „Stalingraz“ ist ein Uraltwortspiel aus den ersten Tagen der KPÖ-Wahlsiege. Und die Verwendung des Namens eines der schlimmsten Massenmörder der Geschichte ist durch die Satire gedeckt, könnte die Grazer KPÖ-Wähler*innen trotzdem verstummen.

      • Führen Sie hier doch nicht 88 totale Spiegelgefechte ;)

        Der Kommunismus – egal ob in der erdachten Urform oder der Variante die in Oblast Graz eingezogen ist – hat mit dem Stalinismus in etwa gleich viel zu tun wie dieser Nationalsozialismus eines Malerlehrlings mit dem Sozialismus.

        Beides sind pervertierungen des ursprünglichen Gedanken und es wurde nur zu reinen Marketingzwecken ähnlich benannt das manche glauben hier etwas besseres wiederzuerkennen.