Kompromiss: Grundwehrdiener müssen künftig acht Monate lang Latein lernen

Bundesheer / GREBIEN (Montage)

Mit einem Handstreich bringt die Regierung eine Verteidigungs- und eine Bildungsreform auf Schiene: In der Koalition verständigte man sich auf eine Verlängerung des Grundwehrdienstes auf acht Monate. Um die Kürzungen des Lateinunterrichts aufzuwiegen, erhalten die Soldaten künftig für die Dauer ihres Präsenzdienstes Lateinstunden. 

WIEN – „Ad attendendum sta! Sonst reiß i da in Schädl ab und scheiß da in Hois! Dextra verte et procede!“, schreit Unteroffizier Reinhard „Augustus“ Horvath die Rekruten an. Hier in der Maria-Theresien-Kaserne in Wien läuft seit Montag ein Pilotversuch. „Das Verb Loquens durchkonjugieren, gemma, und wer einen Fehler macht, bleibt am Wochenende in der Kaserne!“