Der Arbeitsmarkt reagiert auf die neue geopolitische Realität: Da die Nachfrage nach Völkerrechtsexperten rapide sinkt, ziehen hiesige Experten die Reißleine. Dr. Markus Baldessari, bis gestern noch Völkerrechts-Dozent, sattelt um: Er liefert jetzt keine rechtlichen Einschätzungen mehr, sondern Pizza, Burger und Asia-Nudeln.
LINZ – „Zwei Jahrzehnte meines Lebens habe ich mich UN-Resolutionen und der Genfer Konvention gewidmet“, seufzt Baldessari und schnallt sich die orange Thermobox auf den Rücken. „Jetzt, im Jahr 2026, gibt es das Völkerrecht quasi nicht mehr. Ich hätte genauso gut auch Kutschenbauer oder Kesselflicker werden können.“


