Wegen hoher Promidichte: Dancing Stars 2026 findet in Justizanstalt Innsbruck statt

photonews.at / picturedesk.com / wikipedia - Manfred Werner / Sven Mandel (M)

Karl-Heinz Grasser, Jimi Blue Ochsenknecht und jetzt auch Florian Teichtmeister: In der Justizanstalt Innsbruck gingen heuer bereits mehr Promis ein und aus als im Marchfelderhof. Bald wird auch noch René Benko in die JVA überstellt. Der ORF reagiert und präsentiert heute Pläne für eine neue Staffel „Dancing Stars“ direkt aus dem Tiroler Gefängnis. Was sich der ORF immer einfallen lässt! 

INNSBRUCK – Mirjam Weichselbraun und Andi Knoll stehen vor der Sicherheitsschleuse der Justizanstalt Innsbruck und atmen tief durch. „Geh ma den Schas an, Mirjam“, sagt Knoll und breitet die Arme aus, während ihn ein grobschlächtiger Justizwachebeamter durchsucht. 

Die beiden Moderatoren fremdeln noch mit ihrem neuen Arbeitsplatz. Weichselbraun schaut an der Betonmauer mit Stacheldraht hoch und schluckt. „Das ist hier ja fast so schiach wie am Küniglberg“, seufzt Weichselbraun. „Immerhin wirken die Chefs hier netter“, lächelt Knoll und zeigt auf die finster dreinblickenden Gefängniswärter.

Promi-Hotspot

Mehrere Paparazzi warten vor der Justizanstalt, um dem nächsten Promi aufzulauern. „Man munkelt, der René Benko kommt jeden Moment“, verrät ein Fotograf und poliert sein Teleobjektiv. „Oder der Wöginger Gustl? Man wird ja wohl noch träumen dürfen.“

Die Justizwache musste bereits Personal aufstocken, um Fans und Trittbrettfahrer aus dem Promi-Hotspot draußen zu halten. „Sorry, aber hier kommen Sie nur mit aufrechtem Haftbefehl oder rechtskräftiger Verurteilung rein“, weist ein Beamter Christina „Mausi“ Lugner ab. Enttäuscht zieht sie ab. 

Große Pläne

ORF-Boss Roland Weißmann ist von „Dancing Stars behind bars“ begeistert. „Wenn diesem Land eines nicht ausgeht, dann die Promi-Häftlinge. Für 2027 hoffen wir auf den ganz großen Coup: Sebastian Kurz und Jan Marsalek tanzen gemeinsam Rumba.“ Weißmann schwingt roboterhaft seine Hüften. „Da brennt dann der Häfn-Ballroom!“

Vor allem Karl-Heinz Grasser gilt schon jetzt als Favorit. „So wie er den Foxtrott anlegt, ein Traum, also der tanzt einfach zu schön, zu intelligent.“ Aktuell sei der ehemalige Finanzminister aber nicht in der Zelle: „Der Grasser hat Freigang und ist beim Kinderfrisör auf Capri.“

Stars glücklich

Für die anderen läuft das Training bereits. Jimi Blue Ochsenknecht, der für die Staffel zurückgekehrt ist, genießt die Dreharbeiten mit dem ORF: „Das Catering ist echt super, Herr Ober, bitte nochmal Sektfrühstück und Muscheln für alle. Und bitte wieder aufschreiben, ich zahle dann auf Rechnung“, versichert der sympathische Star. 

Aus Zelle 23-A dröhnen lateinamerikanische Rhythmen heraus. „Und links und rechts und Cha-Cha-Cha“, weist die Tanzlehrerin Florian Teichtmeister an. „Ich weiß, auf 12 Quadratmetern ist das schwer, aber wir kriegen das schon hin.“ Der Ex-Schauspieler wirft frustriert die Tanzschuhe gegen die Wand. „Glaubst, kannst du fragen, ob ich kurz Ausgang krieg? Zum Oktoberfest? Also ähm… zum Tanzen lernen und so.“

Neue Regeln

Für die Show aus dem Gefängnis werden auch die Regeln angepasst. Die Punkte werden nicht mehr von Publikum und Jury vergeben, sondern von der WKStA und mehreren U-Ausschüssen. Als Hauptpreis winkt ein 24-stündiger Haftausgang inklusive Restaurantbesuch am Wörthersee, als Trostpreis ebenso. „Das kriegt eigentlich jeder bei uns“, verrät Gefängnisdirektor Jörg Nachbaur. „Dabei sein ist alles!“

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