Wiener Dschihadist seit Tagen an Ausreise gehindert, weil er auf Südosttangente feststeckt

Eigentlich wollte der Dschihadist Mahmoud M. nach Syrien reisen, um dort an einem Terroranschlag teilzunehmen. Doch jetzt steckt er in der Südosttangente im Stau.

Eigentlich wollte der Dschihadist Mahoud M. Anfang der Woche ins Kalifat reisen, um dort gemeinsam mit Freunden an einem Terroranschlag teilnehmen. Doch nun wird der 33-jährige Gotteskrieger an der Ausreise gehindert, weil er seit Tagen in einem Stau auf der Südosttangente feststeckt.

„Ich hab mir extra eine Woche Urlaub genommen und mich schon so auf den Dschihad gefreut. Und jetzt stehe ich hier in diesem Stau. Am schlimmsten ist die Hitze. Schauen Sie mal, da hinten im Kofferraum schmilzt schon alles. Mir wird ja der ganze Sprengstoff schlecht.“

Mahmoud ist wütend und fordert den sofortigen Rückzug aller westlichen Autos, die derzeit seine Fahrspur besetzen. Vor allem aber fordert er Vergeltung, will die Verantwortlichen des Staus zur Rechenschaft ziehen und droht deshalb nun der ASFINAG mit Terror.

„Wir werden bittere Rache nehmen am österreichischen Verkehr! Allah wird uns genug Kraft geben, um den Österreichern die Vignetten von den Windschutzscheiben zu kratzen. Wir werden stundenlang im Kreisverkehr fahren, ohne zu blinken! Schergen von Gotteskriegern werden durch euer Land ziehen und eure Rettungsgassen blockieren! So von links, von oben, von überall her werden wir eure unnötigen Rettungsgassen blockieren!“

Als wir am nächsten Tag wiederkommen, steckt Mahmoud immer noch im Stau. Er ist müder als zuletzt, aber auch wütender. Anscheinend hat er die Gelegenheit genutzt, um mit ebenfalls im Stau stehenden Wienern ins Gespräch zu kommen, wie seine Ausdrucksweise zeigt.

„Also ich glaube, denen haben sie allen ins Gehirn geschissen! Da prackt es dir ja den Beidl auf die Seite bei so viel Dummheit. Und das einzige, was ich in diesem Auto machen kann, ist Radio hören! Das soll mir mal einer zeigen, wie ich mich da nicht noch mehr radikalisieren soll, wenn ich den ganzen Tag auf Ö3 diesen Hassprediger Kratky hören muss!“

Als wir uns von Mahmoud verabschieden, schreit er uns nur noch nach, dass er die westliche Zivilisation verabscheut, während er die Rückbank seines amerikanischen SUVs nach einer kühlen Dose Coca Cola durchsucht.

Wie wir inzwischen erfahren haben, gab Mahmoud nach vier Tagen im Stau schließlich ganz auf. Er ließ sein Auto stehen und entschied sich, öffentlich ins Kalifat zu reisen. Leider endete seine Fahrt bereits in Bruck an der Leitha, da der ÖBB-Zug mit einem Oberleitungsschaden zum Erliegen kam.

(CREDITS: Stimmen: Elisabeth Semrad, Daniel Maurer. Musik: Fritz Jergitsch. Buch: Jürgen Marschal. Support: Wildruf Film)

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