Nach der Niederlage gegen Dinamo Zagreb war das bereits neunte Ausscheiden in der Champions League Qualifikation für Red Bull Salzburg schon besiegelt. Doch nun schaffen die Bullen doch noch den Sprung in die Königsklasse: Jonathan Soriano wurde für das Finale als Balljunge nominiert.

„Wir freuen uns alle sehr, dass wir endlich international zeigen können, was wir drauf haben“, freut sich Sportchef Freund über die Nominierung seines Kapitäns. „Auf diesen Moment arbeiten wir seit Jahren hin!“ Um Soriano auf seine Funktion als Balljunge vorzubereiten, übt er im Training schon seit Monaten ausschließlich Balleinwerfen.

Tradition hochhalten

Nach dem erneuten Aus in der Qualifikation will man in Salzburg diese Tradition hochhalten. „Jede Stadt braucht einen Traditionsverein. Wir hoffen, dass wir auch im nächsten Jahr an die bisherigen Erfolge anknüpfen und endlich La Decima feiern können“, gibt Freund hohe Ziele an die Mannschaft vor. „Das wäre die Jubiläumsfeier von der wir alle seit Jahren träumen.“

Auch Martin Hinteregger wird im Finale in Cardiff mit von der Partie sein. Er darf mit den Stars vor dem Spiel gemeinsam einlaufen. „Das sind diese Augenblicke, von denen man seinen Kindern einmal stolz erzählen wird“, erzähl der Red Bull-Kicker, der offenbar noch nicht weiß, dass auch seine Kinder beim Finale mit den Stars einlaufen dürfen.

Leipzig unter Druck

Die Erfolge aus Salzburg sorgen aber auch für Beunruhigung bei RB Leipzig. „Wir stehen jetzt mächtig unter Druck. Wenn wir nicht bald ähnlich erfolgreich sind, wir uns der Didi bald den Geldhahn zudrehen“, befürchtet Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl das Schlimmste.

Die UEFA diskutiert unterdessen für das zehnte Ausscheiden einen offiziellen Stern zu vergeben. „Derartige Leistungen müssen anerkannt werden“, heißt es seitens des Verbands.

(Daniel Herndler. Foto: JFK / EXPA / picturedesk.com)