„Satire darf nicht alles!“: Kritiker fordern Hundstorfer auf, Wahlkampf zu beenden


Hundstorfer lachend

Wie weit darf Satire gehen? Diese Frage wirft einmal mehr die groteske wie amüsante Wahlkampagne des SPÖ-Kandidaten Rudolf Hundstorfer auf. Denn je näher der Wahltermin rückt, desto lauter werden jetzt die Forderungen, das Feld ausschließlich den ernstzunehmenden Hofburg-Kandidaten Van der Bellen, Griss, Hofer und Lugner zu überlassen.

Gefahr für Demokratie
„Seine Rolle als lustloser Apparatschik, der sich der Unterschicht anbiedern will indem er ‚Einer von uns’ auf seine Wahlplakate schreibt, spielt er hervorragend. Ich habe Tränen gelacht“, gesteht Humorforscher Klaus Müller gegenüber der Tagespresse.

Doch der Experte gibt zu bedenken: „Auch wenn er auf diese Weise nur die Arroganz der Bundespolitik anprangern will: Wo Satire den demokratischen Prozess stört, geht sie eindeutig zu weit.“ Denn manche Wähler könnten das sinnbefreite Geschwätz des Komikers ernstnehmen und ihm am Sonntag ihre Stimme schenken.

Hundstorfer ungerührt
Die Tagespresse konfrontiert Hundstorfer am Rande eines Kabarett-Wahlauftritts. Doch er wäre nicht der geniale Satiriker der er ist, würde er nicht konsequent in seiner Rolle bleiben: „Ich erfahre großen Zuspruch aus meinem Umfeld und werde am Sonntag in die Stichwahl kommen.“ Der Saal bricht in schallendes Gelächter aus.

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Satiriker-Kollegen solidarisch
Unterstützung bekommt Hundstorfer von einem der profiliertesten Satirikern des Landes, dem „Österreich“-Herausgeber Wolfgang Fellner. In einem erfundenen Interview mit sich selbst meint er: „Gute Satire steigt eben einigen auf die Füße. Daher soll Hundstorfer auch weiterhin seine Wähler verarschen dürfen, genauso wie wir unsere Leser!“

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(Foto: Josef Hubmayer/SPÖ Wien)

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Bei 35 Pensionsgesetzesänderungen in nur 19 Jahren stellt sich folgende Frage: Herr Hundstorfer was sagen Sie dazu? „Meine Pension ist sicher.“ Und hinter Ihnen die Sintflut?

Fragen an Hr. Hundsdorfer: 1) Koennen sie ausschließen, als Gewerkschafter der FSG einen zinsenlosen Kredit aus Mitgliedsbeitraegen erhalten zu haben um Schulden zu tilgen? 2) Koennen sie ausschließen, als B-Maturant bei der Gemeinde Wien ein Salaer wie das eines Akademikers (Senatsrat) erhalten zu haben, bzw. auch ein Gehalt als freigestellter Gewerkschafter und ein Gehalt als Gemeinderat? 3) Koennen sie ausschließen, als fuehrender Gewerkschafter der FSG im Rathaus bei der Besetzung von leitenden Funktionen fuer beamtete PARTEIMITGLIEDER disziplinare Verfahren wie zb sexuelle Belaestigung am Arbeitsplatz als unerheblich zu qualifizieren bzw. fuer diese Personen fuer derartige Funktionen nicht zu zu stimmen und… Mehr »

gierig zu sein? Können Sie somit ausschließen, dass es Ihnen völlig unwichtig ist, zum unverdienten Angestelltengehalt als Angestellter des eigenen Vereins von derzeit 13.090 € monatlich, dessen Höhe ihr dem Volk einfach nach eigenem Gutdünken entnehmt, auch noch das Präsidentschafts-Salär von 24.033 € monatlich (336.462,00 € jährlich) dem Volk abpressen zu wollen?

Nein, das kann er nicht! So dumm ist nur Lugi, dass er das ausschließen kann. Deshalb kriegt Lugi meine Stimme. Er ist das geringste Übel und passt sooooo richtig zum österreichischen Volk.

Wie Einstein schon sagte: „Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher“.

Luigi hat voll verloren, aber voll: samt meiner Stimm nur 2,3 % erhalten.

Naise Satire!

Seinen BAWAG-Vorgänger-Verbrechern hat er den Kopf aus der Schlinge gezogen, indem er Volksvermögen an Pseudoinvestoren verscherbelt hat, die sich so ein zweites Mal an uns haben bereichern können.

Wer hat die Dame und Herren aufgestellt?

Also ganz so allein ist er nicht, als Satiriker und „Einer von uns“. Man sehe sich die anderen Wahlplakate an und stellt fest, auch sie bringen satirische Inhalte ihres Bewerbers gelungen rüber: Khol: als Reinkarnation von John Wayne fehlt ihm nur noch der Marlborosonnenuntergang als Hintergrund am Plakat V.d. Bellen: sein Portrait in Verbindung mit „Heimat“ könnte auch anstelle eines Fotos einer Krebslunge mit der gleichen Wirkung auf Tschikpackerln als Abschreckung veröffentlicht werden, Hofer: als Jüngster hat er einen Gesichtsausdruck, als hätte er gerade die erste Ejakulation erlebt Griss: könnte auch das Passfoto Mutter Theresas beim Rotkreuzball in Kalkutta sein… Mehr »

Nur Lugners Geist passt zu den Hirnen der Österreicher. Alle anderen wären eine Farce.

Nach dem Motto: Gebt doch endlich zu, wie ihr seid!?

Hofer? Kenn ich nicht einmal.

Hoffentlich hast du auch begriffen, dass das Aussehen für die wenigen Klugen unter uns, überhaupt keine Bedeutung hat. Nur Inhalte zählen!

Selbst das, was Stronach immer vorgehalten worden ist, mit dem er runter gemacht worden ist, die Aussprache, is’ mir völlig Plunzn. Leider haben auch seine Inhalte nicht gepasst. Trotzdem sind sind sie volkstauglicher gewesen als alle anderen zusammen.

Nur das oberkorrupte, bestechliche Team, das er sich da aufgebaut hat, ist der totale Krieg gegen das Gehirn. Aber das hat der fein seien wollende Herr Kanada völlig unterschätzt. Er hat sich den Oberdreck ins Boot geholt, hehe.

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