Reise erfolgreich: Regierung schließt Flüssiggas-Deal mit Mordor


Nehammer neben Saruman in Mordor
Dragan Tatic/BKA (M)

Großer Erfolg für Österreich! Eine Regierungsdelegation unter Führung von Kanzler Karl Nehammer unterzeichnete in Mordor einen Liefervertrag für Flüssiggas. Damit ist die Versorgung für die nächsten Jahre gesichert und die Abhängigkeit von Russland geht zurück.

MORDOR – Nehammer lächelt zuversichtlich, als die von zehn Orks gezogene Kutsche durch das schwarze Tor fährt. „Das Auge von Mordor ist noch schöner, als ich’s mir vorgestellt hab“, sagt er mit leuchtenden Augen und betrachtet die Flammen am Horizont. „Erinnert mich an meine Heimat Niederösterreich. Wir haben auch so dunkle Türme der finsteren Macht, die Lagerhäuser.“

Ein Scherge Saurons verzieht sein Gesicht grimmig. „Haben Sie denn keine Angst vor Saurons Auge, das alles sieht?“, will er von Nehammer wissen. Der schüttelt den Kopf. „Ich bin die Message Control gewohnt, da ist so ein Auge ein Schas dagegen.“ Nehammer winkt dem Auge zu.

Fast lupenreine Demokratie

Auch Energieministerin Leonore Gewessler ist Teil der Reisegruppe. Um der örtlichen Etikette zu entsprechen, musste sie bei der Einreise einen Schleier an- und ihr Rückgrat ablegen. „Uns muss klar sein, dass wir hier in einer nur fast lupenreinen Demokratie sind“, gibt sie zu bedenken, als die Kutsche gerade die Folterkammern von Barad-dûr passiert.

Die schmerzerfüllten Schreie der Gefolterten werden so laut, dass sich Gewessler ihre Airpods in die Ohren steckt und auf voller Lautstärke Cat Stevens hört. „Jeder von uns kann einen Beitrag leisten“, lächelt sie und öffnet eine Packung palmölfreier Soletti.

Warmer Empfang

„Servus, grüß euch! Schön, dass wir endlich ins Geschäft kommen“, empfängt Sauron den Besuch aus Österreich. Der Herrscher hat einen persönlichen Bezug zu Österreich, da seine Schwester derzeit als Landeshauptfrau von Niederösterreich arbeitet.

„Ich wusste nicht, dass ihr in Österreich auch Hobbits habt“, sagt Sauron und zeigt auf Heini Staudinger, der als blinder Passagier mitgeflogen ist. „Nein, nein… ich bin sowas wie der Präsident und ich bin auch überhaupt nicht hier, um den einen Ring zu zerstören, ich will hier nur eine neue Waldviertler-Fabrik bauen“, kichert er und schlurft in den Wald davon.

Kurz darauf, bei einer feucht-fröhlichen Party in Nehammers Hotelzimmer, wird der Deal fixiert. „Einmal hier ein Autogramm bitte“, lächelt Sauron. Mordor liefert Österreich eine Schiffsladung Flüssiggas – im Gegenzug verpflichtet sich die Regierung in Wien, den von Mordor vor Jahren ins Exil vertriebenen Wolfgang Sobotka weiterhin zu beherbergen.

Heimreise

Nehammer sitzt im Flugzeug zurück nach Wien. Gewessler hat ihren Aufenthalt verlängert. Sie will das harmonische Idyll Mordors noch einige Tage genießen, ehe sie in den Höllenschlund Österreich zurückkehren muss. Sie und ihr kohlebetriebener Privatjet sind nur noch kleine Punkte am Fuße einer Magmaspalte, als Nehammer aus dem Fenster blickt.

Nach seiner Rückkehr berichtet Nehammer zufrieden von seiner erfolgreichen Reise. „Wir haben denen gezeigt, dass man sich mit Österreich nicht anlegt, ich habe dort Vollgas gegeben. Der Sauron war zunächst rot, dann blass, dann zittrig“, erklärt Nehammer stolz. Dann setzt er sich in den Zug nach Italien, wo er über eine Rückgabe von Triest verhandeln will, um einen Meereszugang zu erhalten. „Weil im Neusiedler See können wir das Gas nicht entgegennehmen, haha.“ 

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32 Kommentare
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Na, aber das kann doch nicht wahr sein?!?
Auf Nehammers Niveau würde sich doch nicht einmal der Sauron herablassen, da stimmt was nicht, ich ahne es!!!

So geil! Gas an fast jeder Straßenecke! Also zumindest hier in Wien.
(nur zum Schnüffeln und in Haushaltsmengen)

0 +0 = Sobotka
(oda wia hot dea ghoaßn?)
bevor a si an Schädl oghaut hot

oba zu dem Schluss san scho ondare Größn long vorher kumma.
Es muas woi nu wos hinta Türkis/Schwoaz gem. Fia an Anthropologen a schene Aufgob. Des glaubst ned.

Ich kenn mich mit Mordor am oberen Ende nicht so gut aus. Das hab ich selber erlebt. Dahinter gibt keinen Kontakt mehr zur Realität.

wenn jemand meinen sollte, ich hätte die Türkisen gemeint, dann sollte er die Tagespresse lesen

„…Wolfgang Sobotka weiterhin zu beherbergen“. Das sind man die Tücken der Chemie: WoSo zeigt uns leibhaftig die Reaktion, wenn Flüssiggas und Hundekot vermengt werden!
Apropos: Und was macht denn eigentlich der Vilimsky?

Bearbeitet von Gatonero
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