Neue EDV-Panne bei Zentralmatura: Alle Maturanten bekommen versehentlich Doktortitel verliehen


Zentralmatura

Nicht schlecht staunte Maturantin Ciara T. (17) aus Wien, als sie Montags einen Brief vom Bildungsministerium im Briefkasten fand: „Sehr geehrte Frau T., hiermit wird Ihnen für Ihre Arbeit durch die Republik Österreich die Doktorwürde verliehen.“ Doch nicht nur an Ciara, auch an 42.000 Maturanten wurde der Titel hochoffiziell verliehen.

Tatsächlich geschah dies aufgrund einer neuerlichen EDV-Panne im Bildungsministerium, wie ein Sprecher zerknirscht zugibt: „Bei der Prüfung der vorwissenschaftlichen Arbeiten kam es zu einem Fehler. Ein Sachbearbeiter klickte unglücklicherweise auf ‚Select All’ und dann auf ‚Doktortitel verleihen’.“ Aufgrund eines automatisierten Prozesses ließ sich der Druck und Versand der Titel nicht mehr verhindern.

Sämtliche teilnehmenden Schüler der Zentralmatura dürfen nun den Titel im Namen führen. Und daran wird sie wohl auch niemand hindern: „Eine Wiederaberkennung wäre nur durch einen komplizierten Gerichtsprozess möglich“, erklärt Promi-Anwalt Manfred Ainedter. „Die Republik kann sich keine 42.000 Prozesse leisten. Vielleicht zwölf. Und neun davon führt sie bereits gegen meine Klienten.“

Dr. Ciara T. freut sich: „Eigentlich wollt ich jetzt was mit Medien oder so machen, weil mir das Medizin-Studium zu schwer ist. Aber jetzt, mit dem Doktor, will ich doch lieber Herzchirurgin sein, wie in Greys Anatomy!“

Zumindest an öffentlichen Krankenhäusern wird ihr das auch problemlos möglich sein: denn diese sind aus Gründen der Gleichbehandlung verpflichtet, Bewerber ausschließlich anhand ihrer akademischen Qualifikation und nicht nach Alter oder Geschlecht auszuwählen. Ist der leidige Ärztemangel in Österreich damit endlich beendet?

„Nicht so vorschnell“, meint der chefärztliche Leiter im AKH, Dr. Böhmer, auf Anfrage der Tagespresse. „Wir werden diese Zentralmatura-Doktoren nicht so einfach an unsere Patienten ranlassen. Erst werden sie zumindest ein, zwei Wochen den erfahreneren Ärzten über die Schulter schauen.“

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek nahm auf ihrer Facebook-Seite Stellung: „Liebe Maturantinnen und Maturanten, ich ärgere mich über diesen Fehler genauso wie ihr.“ An der Behebung des Problems arbeiten bereits ein Techniker und sieben PR-Experten.

Vorwürfe an ihrer Bildungspolitik ließ die Ministerin allerdings nicht gelten: „Mein Bildungskonzept geht auf. So haben etwa seit meiner Amtsübernahme in diesem Land 51.300 Menschen ein Doktorat erhalten.“ Dies könne ihr so schnell keiner nachmachen.

(Fotos: armadillostock, facebook.com/HeinischHosek)


29 Kommentare, 11.5k Shares
1500
17 Kommentar Themen
12 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
21 Kommentatoren
neuste älteste top
asdadasd

hahahaha

asdadasd

hahahaha

Er

Etwas Klugscheißerei: Es gibt keinen „Doktortitel“ – es handelt sich beim „Doktor“ um einen (den höchsten) akad. Grad und keine Titel.

Er

keineN

H.KoPP

Ich bin ja jetzt kein „Krone“-Fan, aber selbst die berichten über das N-TV-Hoppala:
http://www.krone.at/Oesterreich/n-tv_uebernahm_Satire-Artikel_aus_der_Tagespresse-Peinlicher_Irrtum-Story-439694

Dr. Ich

hahaha :-)))) ich lache mich gerade tot!!

Choose A Format
Personality quiz
Series of questions that intends to reveal something about the personality
Trivia quiz
Series of questions with right and wrong answers that intends to check knowledge
Poll
Voting to make decisions or determine opinions
Story
Formatted Text with Embeds and Visuals
List
The Classic Internet Listicles
Countdown
The Classic Internet Countdowns
Open List
Submit your own item and vote up for the best submission
Ranked List
Upvote or downvote to decide the best list item
Meme
Upload your own images to make custom memes
Video
Youtube, Vimeo or Vine Embeds
Audio
Soundcloud or Mixcloud Embeds
Image
Photo or GIF
Gif
GIF format