Mariahilfer Straßen-Chaos: Bereits 200 Tote befürchtet


Das haben sich die Grünen wohl anders vorgestellt: seit der Neugestaltung der Mariahilfer Straße vergeht kein Tag ohne Chaos, Krawalle und Anarchie. Offizielle Zahlen über Opfer gibt es keine, Schätzungen gehen aber von bis zu 200 Toten aus.

Ein 13A wurde in Brand gesetzt
Ein 13A wurde in Brand gesetzt

„Seit der Umgestaltung der einst so beliebten Einkaufsstraße haben linke Anarcho-Gruppierungen die Gegend übernommen“, kritisiert der Obmann der ÖVP Wien, Manfred Juraczka. „Überall Drogensüchtige, Fahrradfahrer und Gutmenschen-Gangs: so kann das nicht weiter gehen.“

Aufgrund der zahlreichen Krawalle und Polizeieinsätze sei bereits von 200 Toten auszugehen – „schätzen wir jedenfalls“, so Juraczka.

Zahlreiche Opfer dürften dabei auf das Konto von links-linken Radfahrer-Banden gehen, die mit Helmen bewaffnet meist rücksichtslos in Menschenmengen rasen würden. „Hier fehlt jeder Respekt vor dem Gesetz“, bemängelt der ÖVP-Obmann weiter.

Eine Radfahrer-Gang patrouilliert in ihrem Gebiet
Eine Radfahrer-Gang patrouilliert in ihrem Gebiet

Auch bei den Bürgern stößt die Neugestaltung auf breite Ablehnung, wie etwa bei Heidemarie B., Pensionistin aus Wien-Döbling: „Mit meinem Land Rover wollte ich meine Bluse von der Putzerei abholen – auf einmal versperrte mir eine wütende Meute den Weg.“

Was dann passierte, wird sie so schnell nicht vergessen: „Auf unfreundlichste Art und Weise pöbelte man mich an, ich würde mich in einer Fußgängerzone befinden. Auch mit leeren Bierdosen wurde nach mir geworfen. Einfach unerhört.“ Nach erfolgloser Verhandlung mit dem Mob musste sie ihren Wagen in einer 200 Meter entfernten Parkgarage parken: „Danke, Vassilakou.“

Juraczka fordert nun Konsequenzen: „Diese rot-grünen Experimente auf Kosten der Steuerzahler haben der Stadt schon genug geschadet.“ Stattdessen sollen nun ÖVP-Pläne forciert werden, die Mariahilfer Staße zu einer zweispurigen Schnellstraße auszubauen. Nur so könne man Recht und Ordnung wiederherstellen, so Juraczka.

(Fotos: AP, Beacon, Marcus respontour)

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grete kamm

Nach der Fußgängerzone in der Mariahilfer Straße wollen die Grünen auch am Ring eine Fußgängerzone zu errichten. Wenig Kritik gab es diesmal von den Autofahrerclubs „Der Club ist 364 Tage im Jahr für Autofahrer gesperrt, da kommt es auf den 365. Tag auch nicht mehr an“

Hans Doppel

Viele gewalttätige Auseinandersetzungen – wie oben beschrieben – könnte man sich ersparen, wenn man sich nur mit den Erkenntnissen des deutschen Mathematikers Dietrich Braess entsinnen würde: Auftreten von Braess-Paradoxen in der realen Welt Es gibt Beispiele, dass das Braess-Paradoxon nicht nur ein theoretisches Konstrukt ist. 1969 führte in Stuttgart die Eröffnung einer neuen Straße dazu, dass sich in der Umgebung des Schlossplatzes der Verkehrsfluss verschlechterte. Auch in New York konnte das umgekehrte Phänomen 1990 beobachtet werden. Eine Sperrung der 42. Straße sorgte für weniger Staus in der Umgebung. Weitere empirische Berichte über das Auftreten des Paradoxons gibt von den Straßen… Mehr »

Hans Doppel

Aus dem Archiv:
Anscheinend kam es schon vor mehr als 20 Jahren zu Übergriffen im Zusammenhang mit ungeschickten Verkehrsplanungen, in diesem Fall auf dem Ring-Radweg…
Dass diese meist glimpflich ausgingen, war anscheinend auf den damaligen, stimmgewaltigen Wiener Bürgermeister zurückzuführen, der auch öfters unvorsichtig vom Ring abbiegende Autofahrer barsch zur Rede stellte, wenn sie ihm seinen Weg – auf dem Klapprad – abschneiden wollten!

http://zufussblog.wordpress.com/2013/04/16/vor-22-jahren/

mg

Das soll „satirisch“ und „witzig“ sein ? Ich frage mich, was man heutzutage alles unter Satire versteht … Durch das Internet kann jeder Vollkoffer seinen Senf zu jedem „Thema“ abgeben. Facebook reicht ja nicht, da muss man noch einen draufsetzen und schwachmatische Statements über eigene Seiten absondern. Armes Österreich …

Hans Doppel

Ja leider, ihren Sätzen kann ich mich nur anschließen… was hier passiert ist einen Art von „Holzhammer-Satire“!?
Zum Thema ein ernsthafter Beitrag… als „Real-Satire“:
http://honzosblog.wordpress.com/2013/09/14/o-jeh-begegnungszone/

Unsere Politiker (und -Innen) können einem schon leid tun, wie sie eine gute Idee, „Begegnungszone“, mit Ungeschicklichkeit ins schiefe Licht bringen können.
Von einem, der am „Transport“ dieses Planungsinstrumentarium von der Schweiz nach Österreich nicht ganz unbeteiligt war!

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