Kein Zugriff auf Geld: Griechenland führt Bank-Austria-Onlinebanking für Bürger ein


Onlinebanking

„Momentan führen wir geplante Wartungsarbeiten durch. Wir bitten um Ihr Verständnis.“ Diese Nachricht erblickten heute früh Millionen Griechen, als sie versuchten, auf ihr Geld zuzugreifen. Der Grund: In einer Blitzaktion verlagerte die griechische Regierung alle Ersparnisse ihrer Bürger auf Bank-Austria-Konten mit Onlinebanking.

Premier Tsipras setzte die Aktion per Sondererlass im Parlament durch. Damit soll den Griechen der Zugang zu ihrem Geld verunmöglicht und die griechischen Banken vor dem Zusammenbruch geschützt werden.

„Oh nein, mein ganzes Erspartes liegt auf einem Online-Konto der Bank Austria!“, weint der Athener Leonidas Mikos (69) gegenüber dem griechischen Staatsfernsehen. „Warum hat die Regierung mein Geld nicht gleich verbrannt? Oder einfach den Deutschen gegeben? Dann hätte wenigstens noch irgendwer eine Freude damit.“

Sichtlich stolz dagegen zeigte sich dagegen Bank-Austria-Chef Willibald Cernko gegenüber der Presse. „Das ist ein Riesenerfolg für unser Unternehmen“, jubelte er.

Eigentlich wollte der den anwesenden Medienvertretern die griechische Adaption des Onlinebankings präsentieren. Als er jedoch versucht, sich auf der Bank-Austria-Webseite einzuloggen, beginnt plötzlich sein Laptop zu rauchen. Schließlich fällt nach einem lauten Knall im ganzen Haus der Strom aus.

Cernko jubelt: „Das funktioniert ja noch besser als bei unseren internen Tests. Sehen Sie? Die griechischen Bankeinlagen sind damit sicher. Keiner kann darauf zugreifen.“ Die Journalisten beginnen, begeistert zu klatschen.

Doch ist das System wirklich sicher? Angeblich gelang es einem weißrussischen Hacker namens „be1aruz_OWN3R“ vor einigen Wochen, sich auf der Bank-Austria-Webseite in sein Onlinekonto einzuloggen und seinen Kontostand abzufragen. Doch Bankchef Cernko beruhigt: „Jetzt ist ja bald Juli, da kriegen wir wieder einen Ferialpraktikanten. Der wird auf unseren Servern gleich Gegenmaßnahmen setzen, damit so etwas nicht wieder vorkommt.“

Weiterlesen: Krankes Menschenexperiment: Stadt Wien pfercht drei Millionen Menschen auf Insel mit einem WC

(Foto: Piazza del Popolo/Flickr, Bank Austria, Montage)

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Heißt die neue Werbeikone von denen nicht WURSCHT?
Passt nämlich. Geld weg? Uns wurscht.

Bingo – die armen Griechen. Und, um die Maßnahmen wasserdicht zu machen, bekommen sie alle noch eine Bankomatkarte aus der aktuellen, defekten Serie der Bank Austria. Im Herbst gibt’s dann neue. Muahaha.

es gibt Geschichten in der Tagespresse, die sind lustig, aber aufgelegt (u6-geisterbahn, alles mit Häupl und Faymann)

aber 2 obskure dinge wie das grexit-theater und die unendliche bank-Austria-online-Banking-pleite zusammenzumischen und etwas geniales – mit einem touch, dass sowas uU der Realität nahekommen könnte) schaffen.

ich ziehe meinen hut.

Der Artikel ist schon etwas pietätlos.

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