Erwin Pröll erhält goldene Statue in St. Pölten


Landeshauptmann Erwin Pröll erhält eine überlebensgroße goldene Statue in der Innenstadt von St. Pölten. Dies hat der niederösterreichische Landtag in der gestrigen Sitzung mit nur einer Gegenstimme beschlossen.

Die geplante Höhe der mit kostbarem Blattgold besetzten Statue beträgt 190 Meter. Das Fundament soll sich alle 24 Stunden um seine eigene Achse drehen, so dass die Statue immer der Sonne zugewandt ist. Innerhalb der Statue wird sich ein Museum über das Leben des Landeshauptmanns befinden; auch eine Verwendung als Mausoleum wird angedacht.

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Außerdem soll die Glatze stets auf Hochglanz poliert werden, um eine maximale Lichtreflexion zu gewährleisten. So wird der Kopf der Statue stets wie eine zweite Sonne vom Himmel auf das Land herab strahlen.

Die Hälfte der knapp 60 Millionen Euro Baukosten werden vom Bauernbund übernommen; der Rest wird aus dem Steuertopf sowie aus Mitteln der Wohnbauförderung finanziert. Auch wird angedacht, eine einmalige „Statuenbeitragsgebühr“ von allen Niederösterreichern einzuheben, sollte die Finanzierung  nicht ausreichen.

Die Statue soll rechtzeitig zum 25-jährigem Jubiläum der Amtszeit Prölls im Jahr 2017 fertiggestellt werden und soll nachfolgende Generationen an die „visionäre Führung des Landesvaters“ erinnern, wie es in dem Beschluss heißt. Demnach sei nur eine Statue solchen Ausmaßes dem Andenken Erwin Prölls würdig.

Den Vorwurf des Personenkults lässt der Landtag jedoch nicht gelten. Die Statue sei viel mehr ein „Geschenk der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher an ihren Landesvater“ und ein Zeichen der Anerkennung und des Dankes, heißt es in dem Beschluss weiter.

Kritisiert wird der Beschluss von den Grünen. Sie bemängeln, dass im Zuge des Baus der Statue zwei Eichen gefällt werden müssten. „Dies wäre zu verhindern gewesen“, gibt sich Landesgeschäftsführer Thomas Huber unzufrieden. Die Grünen seien zwar prinzipiell nicht gegen den Beschluss, hoffen aber, vor Baubeginn noch einen Kompromiss zu finden.

(Der Artikel erschien ursprünglich am 29. Juni 2013. Wegen Urlaubs der Redaktion erscheinen bis 24. Februar nur vereinzelt neue Artikel. Foto: flightlog, Flickr / Fotomontage.)


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Erwinator
Sturm12.at | Des Landesfürsten neues Stadion

[…] das Stadiondach gut geschützt. In St.Pölten könnte man dem Landespapa zum Dank wohl bald eine goldene Statue als Denkmal […]

Dass den Niederoesterreichern schon seit 30 Jahren ins Gehirn geschissen wurde ist ja bekannt

corona

Es soll angeblich auch vorsichtshalber wegen zu starker Strahlungskraft der polierten Landesglatze, das beliebte Schigebiet St.Corona am Wechsel in Zukunft geschlossen werden, um die vorzeitige Schneeschmelze auf den Schipisten, durch die Strahlkraft zu verhindern. Das vom Landesvater zu 100 % gesponserte Nachbarschigebiet Mönichkirchen, ist von der Schließung allerdings nicht betroffen, da vorsichtshalber, am Wechsel ein Reflektionsspiegel, zur Strahlungsabsicherung, natürlich auch um Landesgeld, errichtet wird.

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