„Affront“: Faymann als einziger Regierungschef nicht durch NSA abgehört


Für diplomatische Verstimmungen sorgt das Ergebnis einer Untersuchung im Bundeskanzleramt. Demnach konnten in Werner Faymanns Büro weder Wanzen, noch sonstige Indizien einer Überwachung durch die NSA festgestellt werden. Faymann gilt damit als weltweit einziger Regierungschef, der nicht vom US-Geheimdienst ausspioniert wurde.

„Österreich spielt international, vor allem auf EU-Ebene, eine wichtige Rolle“, erklärte der Bundeskanzler auf einer Pressekonferenz. „Ich kann daher die Entscheidung der NSA, mich bei umfassenden Abhöraktionen auszuschließen, nicht nachvollziehen.“

Faymann sieht das Verhältnis zwischen Österreich und den USA daher nachhaltig belastet: „Ich verlange eine offizielle Entschuldigung von Präsident Obama.“ Eine solche Behandlung würde Österreichs internationaler Rolle nicht gerecht werden.

In der Tat würden in den Räumlichkeiten des Bundeskanzleramtes wichtige Entscheidungen getroffen werden: „Zum Beispiel, wer wie viele Inserate erhält, und so weiter. Entscheidungen von internationaler Tragweite.“

Betont gelassen gibt man sich dagegen beim NSA. Tatsächlich wurde Faymann einige Zeit lang abgehört, der Horchposten jedoch bald wieder geschlossen: „Wir erhofften uns Einblicke in die österreichische Außenpolitik. Jedoch sprach Faymann ständig über ‚Wahlzuckerl’, was wohl eine heimische Süßspeise sein dürfte“, erklärt eine anonyme Quelle.

Dazu entpuppten sich sämtliche außenpolitische Wortmeldungen lediglich als umgeschriebene Presseaussendungen von Angela Merkel: „Wir mussten nur deutsche Tageszeitungen lesen, um zu wissen, wie die Position der Österreicher am nächsten Tag sein wird“, so der Insider weiter.

Dennoch will man sich in den kommenden Tagen in Faymanns Handy einklinken, um ein klärendes Gespräch zu führen und weitere Verstimmungen abzuwenden.

(Foto: Werner Faymann)


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Carpathia

Keine Wanzen zu finden ist noch kein Beweis, dass es auch Lebensmittelmotten geben könnte. Nachdem vielleicht auch die Reinigungskräfte so langsam arbeiten wie die Regierung bzw. EU, da wäre es kein Wunder. Es kann also sein, dass inzwischen mittels Motten abgehört wird, die NSA ist da sehr erfindungsreich, so wie alle 5 Jahre Paßwörter geändert werden, so wurde wahrscheinlich das Wort WANZEN durch MOTTEN ersetzt.

René

Servus,

in der Raiffeisenzeitung gab es unlängst einen lustigen Cartoon zum Verhältnis Österreich – NSA.
Titel: Pammesberger – Wird auch Österreich ausspioniert? (02.07.2013)
Bild: http://imageshack.us/a/img30/122/dhj8.jpg

LG!

Hans Doppel

Bitte nicht zu vergessen:
Der Umstand des Abhörens. Schnüffels, Ausspionierens ist eine ur-österreichische Angelegenheit und ist manifest im Begriff des „NOSARAS“, abgekürzt NSA, der einen Typ charakterisiert, der seinen (lange?) Nase überall hineinsteckt!

Jens

Das ist wirklich beleidigend für unser Land. Wen glauben die Amis, haben wir als Kanzler? Ein Würstel? Bin für sofortigen Einmarsch in die Staaten. Las Vegas, wir kommen!!!

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