Zu viele Wahlzuckerl: Österreichs Fiskus an Diabetes erkrankt

Das war wohl ein Wahlzuckerl zu viel! Nachdem Faymann und Spindelegger den Wählern eine Erhöhung der Familienbeihilfe nach der Wahl versprochen hatten, hat Österreichs Fiskus nun endgültig nachgegeben: Diabetes lautet die schockierende Diagnose, wie Ärzte des AKH Wien heute bekannt gaben.

„Wie mit allen Dingen im Leben ist es auch mit Wahlzuckerln eine Frage der Dosis“, erklärt Dr. Brigitte Schlögl, die behandelnde Ärztin. So seien ein paar Wahlzuckerl durchaus vertretbar. „Aber einem Fiskus, der schon durch Bankenrettungen und Hacklerpensionen geschwächt ist, noch solche Wahlzuckerl zuzumuten, das verträgt die fitteste Bauchspeicheldrüse nicht“, so die Ärztin weiter.

Vor allem der Rhythmus, mit dem die Wahlzuckerl dem Fiskus reingestopft wurden, hätte zum Ausbruch des Diabetes beigetragen: „Es ist fatal, vier Jahre lang zu fasten, nur um dann kurz vor der Wahl dem Fiskus ein gigantisches Wahlzuckerl nach dem anderen aufzuerlegen. Der Fiskus ist ja keine Mastgans.“ Stattdessen sei Mäßigung gegeben, erklärt die Schlögl: „Mehrere kleine Wahlzuckerl in regelmäßigen Abständen kann der Fiskus leichter verarbeiten.“

Nun sei eine Entlastung wichtig: „Abspecken lautet die Devise. Keine Wahlzuckerl mehr, für zumindest zehn Jahre.“ So müsse man nun lange angestauten Ballast loswerden. Aber das alleine reiche noch nicht: „Auch in die Wirtschaft muss mehr Bewegung rein. Dann ist vielleicht eine Heilung möglich.“ Ansonsten würden Herzinfarkt und Schlaganfall drohen: „Das wäre gar nicht schön.“

(Foto: Wikipedia / Jacob Windham)

1 Kommentar

  1. Die rechte Hand des Inspektors Antworten

    Es scheint, dass Ihre Gesundheitsvorsorge in Ihrem Land vorbildlich ist.
    Für meinen Teil habe ich das Gefühl, dass Deutschland und die EU schon klinisch tot sind und dennoch werden stets statuserhaltende Maßnahmen hektisch durchgeführt.

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