Inland

Zu Besuch bei Hofer: „Ich mag Ausländer so gern, ich hab noch einen halben im Kühlschrank“

Wie lebt es sich eigentlich daheim bei Präsidentschafts-Kandidat Norbert Hofer? Die Tagespresse hat den FPÖ-Kandidaten besucht. Dabei gewährte er exklusiv tiefe Einblicke in sein Privatleben.

Wer einen prunkvollen Palast erwartet hat, wird eines Besseren belehrt. Denn Hofer lebt in einem sehr bescheidenen Haus in Pinkafeld: Wohnzimmer, Schlafzimmer, Herrensalon, Garten und Schießkeller. Vor dem Haus lässt der Patriot Hofer die Flagge seines Vaterlands wehen; die Farben schwarz-rot-gold schimmern im Sonnenlicht.

Ausländerfreund

Im Laufe des Gesprächs konfrontieren wir Hofer mit einigen Vorwürfen politischer Gegner, er wäre ein Ausländerfeind. Darauf schüttelt er nur lachend den Kopf: „Schauen Sie, ich hab Ausländer so gern, ich hab sogar noch einen halben im Kühlschrank. Wollen Sie ein Stück?“ Dankend lehnen wir ab. „Nein? Wer ist hier jetzt ausländerfeindlich? Sie oder ich?“, fragt er schmunzelnd und wirft Kater Robi einen geräucherten Asylantenfinger hin.

Hofer: "Mit Knödel und Saft habe ich sie am liebsten!"

Hofer: „Mit Knödel und Saft habe ich sie am liebsten!“

Anschließend wird Hofer polemisch: „Ich kenne keine muslimischen Altenpfleger!“, klagt er an, doch dann wird er nachdenklich. „Ich kenne eigentlich auch niemanden aus Dschibuti. Gibt es dieses Land dann überhaupt? Dieses Land existiert wohl auch nur in der Fantasie der linken Mainstream-Presse“, sagt er, nimmt ein Messer und kratzt Dschibuti aus dem Globus, der hinter uns steht.

Hautevolee gegen Menschen

„Ich hoffe, dass die Österreicher am 4. Dezember die richtige Entscheidung treffen“, sagt uns Hofer zum Abschied. „Und zwar gegen Berufspolitiker, das Establishment und die Schickeria – und stattdessen für mich, einen einfachen Mann vom Volk, der nur 20 Jahre in der Politik verbracht hat und 194.208 Euro im Jahr verdient.“

(FR. Fotos: FPÖ/Montage, Takeaway/Wikipedia/CC-BY-SA 3.0)

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