Ins buchstäbliche Fettnäpfchen ist Sebastian Kurz bei einem informellen Treffen der EU-Außenminister mit Boris Johnson getreten. Kurz hielt den blonden Briten für ein Pokémon und wollte ihn seiner Sammlung hinzufügen.

Vor den Augen der verdutzten Außenminister bewarf Kurz seinen britischen Amtskollegen mit Pokebällen, ehe er ihn mit einem Gürtel fesselte. Erst nach zähen multilateralen Verhandlungen ließ er den designierten britischen Außenminister ihrer Majestät wieder frei.

Nach dem Vorfall versuchte Kurz, die Wogen zu glätten: „Was kann ich dafür, wenn ich in den Sitzungssaal komme und mein iPhone zeigt mir an, dass da ein wildes Pikachu Level 24 steht.“

Die Ähnlichkeit ist verblüffend.
Die Ähnlichkeit ist verblüffend.

Riskantes Spiel

EU und UNO wollen nun Konsequenzen ziehen und „Pokémon Go“ aus allen diplomatischen Treffen verbannen. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon streicht die Risiken des Spiels hervor: „Man stelle sich nur vor, Obama trifft auf Kim Jong-un und hält ihn für ein Relaxo. Er könnte versehentlich den dritten Weltkrieg auslösen.“

Konsequenzen

Auch Sebastian Kurz will sein Verhalten überdenken: „Ich werde Job und Freizeit ab sofort strikt trennen. Zukünftig werde ich mich daher voll auf meine Arbeit als Pokémon-Trainer konzentrieren und nur mehr in meiner Freizeit als Außenminister tätig sein.“ Denn noch ein Pikachu will er sich keinesfalls entreißen lassen.

(Foto: Think London, Dragan Tatic/Außenministerium, Montage)