Nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei geht die Regierung weiter gegen Mitverschwörer vor. Heute ließ Erdogan 8.000 seiner engsten Ziegen suspendieren, die angeblich in den Putsch involviert gewesen sein sollen.

„Ich habe ihnen vertraut, aber sie haben mich hintergangen“, zürnte Präsident Erdogan vor zehntausenden Anhängern in Ankara. Bei den suspendierten Ziegen handelt es sich um 8.000 von insgesamt 24.000 Ziegen, die für Erdogans Stab tätig waren.

Zufall

Die Ziegen befanden sich ihm zufolge allesamt auf einer Geheimliste, die Erdogan nach dem gescheiterten Putsch zufällig in seiner Schublade vorfand, direkt unter der Liste mit den 2.600 involvierten Richtern. Erdogan entfolgte den Ziegen außerdem auf Instagram und Snapchat.

Inzwischen ist auch eine Stellungnahme der Ziegen aufgetaucht, in der sie die Teilnahme am Putsch damit begründen, dass Erdogan ihnen mehrmals in den Rücken gefallen sei, sie hintergangen habe und sie regelmäßig aufs Kreuz gelegt habe.

Unterstützung

Viele türkische Zuwanderer gingen in ganz Europa für Erdogan auf die Straße, so auch in Wien. „Wir finden das toll, was Erdogan macht. Zum Beispiel, dass er die Demonstrationsfreiheit abschafft“, erklärt Mehmet M. der Tagespresse, während er die hiesige Demonstrationsfreiheit genießt.

Brüssel empört

Das harsche Vorgehen von Erdogan irritiert auch die EU. So ließ Jean-Claude Juncker heute mitteilen, dass die Verhaftungen, sowie auch die geplante Wiedereinführung der Todesstrafe, die EU-Beitrittsverhandlungen der Türkei um bis zu 10 Minuten zurückwerfen könnten.

Hoffnung

Gute Nachrichten gibt es zumindest für die tags zuvor suspendierten 8.000 Polizisten. Diesen gelang inzwischen die Flucht ins Ausland nach Österreich, wo sie bis Ende das Monats vom AMS zu Wiener Parksheriffs umgeschult werden.

(Huber/Marschal/Jergitsch. Foto: MeclisHaber, Montage)